25. Juli 2016, 15:00
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Dax ist trotz Brexit nicht zu stoppen

Am Montag hat der Dax den höchsten Stand seit gut einem Monat erreicht. Damit wurden nahezu alle Kursverluste, die nach dem Brexit auftraten, wieder aufgeholt. Der Rademacher-Kommentar

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Tim Rademacher, leitender Redakteur bei Cash., ist davon überzeugt, dass Börsenpsychologie ein wichtiger Erfolgsfaktor ist.

Vor fast exakt einem Monat schien auf dem Frankfurter Börsenparkett die Welt unterzugehen. So tendierte der Dax am Tag nach dem Brexit-Referendum zeitweise um über 1.000 Punkte im Minus, die Handelssysteme waren aufgrund zahlreicher Verkaufsorders zeitweise stark überlastet. Damals stiegen zahlreiche Privatanleger nahezu panikartig aus dem Aktienmarkt aus, da sie eine massive Angst vor weiteren Kursverlusten hatten.

Dieses Verhalten erschien vielen Investoren Ende Juni auch völlig rational, da nicht wenige Experten vor massiven Gefahren an den internationalen Kapitalmärkten warnten. Auch die kapitalmarktnahen Medien heizten Ende Juni die negative Stimmung an, in dem sie sich in der Berichterstattung auf zahlreiche Unsicherheiten und Gefahren für den Aktienmarkt konzentrierten.

Aus heutiger Sicht hat sich aber der Druck auf die Verkaufstaste als eindeutiger Fehler herausgestellt. So müssen die Anleger, die damals aus Angst verkauften, heute gemessen am deutschen Leitindex Dax wieder rund zehn Prozent mehr auf den Tisch legen, um ihre Aktien zurückzukaufen. Nicht wenige Einzelwerte sind gegenüber den damaligen Zwischentiefs um 20 bis 30 Prozent teurer. Setzt sich der Aufwärtstrend der Vorwochen fort, so werden die Preisaufschläge schnell noch größer.

Was Anleger von der Brexit-Hysterie lernen können

Heftige Kursschwankungen und Panikverkäufe kommen an der Börse schon seit mehreren Jahrhunderten vor. Der Austritt Großbritanniens ist zwar ein einmaliges Ereignis, ähnliche Marktbewegungen treten aber in gewissen Zeitabständen regelmäßig auf. Anleger, die ihren Anlageerfolg noch weiter steigern wollen, können aus dem Kursverläufen der vergangenen fünf Wochen viel für die Zukunft lernen.

Wichtig für den Erfolg an der Börse ist, dass Geschehen in der Vergangenheit systematisch zu analysieren, um Muster für zukünftige Kursentwicklungen zu erkennen. Eine genaue Analyse der Vergangenheit offenbart, dass die Kurse fast immer nahe dem Höhepunkt einer Krise ihre Tiefststände erreichten. Dies war auch nach dem Platzen der Dot.com-Blase im Jahr 2003 und nach dem Untergang von Lehman Brothers rund um den Jahreswechsel 2008/2009 der Fall. Anleger die damals auf zahlreiche Medien hörten und aus Angst verkauften realisierten enorme Verluste.

Anleger, die die Krisenzeiten nutzten, um sich günstig mit Papieren einzudecken, erzielten hingegen enorme Gewinne. Diese, zumeist professionellen Anleger, die als Gegenwicht zur großen Masse der Kleininvestoren auftraten, nutzen also den Herdentrieb clever, um antizyklisch einen großen Profit einzufahren.

Seite zwei: Rothschild hat schon lange recht

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