26. Februar 2016, 08:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Bank kommt bei Bafin-Prüfung glimpflich davon

Die Deutsche Bank hat eine Baustelle weniger: Die Finanzaufsicht Bafin hat mehrere Sonderprüfungen ohne weitere Konsequenzen für das Frankfurter Geldhaus beendet. Dabei ging es um den Libor-Skandal um manipulierte Referenzzinssätze, Derivategeschäfte mit der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena sowie Edelmetallgeschäfte.

Deutsche-Bank-Zentrale-Frankfurt in Deutsche Bank kommt bei Bafin-Prüfung glimpflich davon

Die Deutsche Bank ist im Visier der Bafin.

Die Bafin erachte es nicht als notwendig, weitergehende Maßnahmen gegen die Deutsche Bank oder frühere und gegenwärtige Mitglieder des Vorstands zu ergreifen, teilte das Frankfurter Geldhaus am Donnerstagabend mit. Damit endeten Untersuchungen, die nach Bafin-Angaben seit etwa zwei Jahren liefen.

Die Finanzaufsicht begründete den für die Bank glimpflichen Abschluss der Sonderprüfungen mit den bereits erfolgten Veränderungen bei dem Geldhaus. “Die Deutsche Bank hat wesentliche Anstrengungen unternommen”, sagte eine Bafin-Sprecherin am Donnerstag.

Die Deutsche Bank schlägt sich seit Jahren mit zahlreichen teuren Rechtsstreitigkeiten herum, die ihr auch die Bilanz im vergangenen Jahr verhagelten und für einen Rekordverlust sorgten. Einer der Co-Chefs, der vor allem in Deutschland ungeliebte Anshu Jain, musste Mitte vergangenen Jahres seinen Stuhl räumen. Es folgte der Brite John Cryan. Vieles deutet darauf hin, dass sich das Verhältnis zur Bafin nach dem Chefwechsel merklich entspannt hat.

Noch im Sommer war ein Zwischenbericht an die Öffentlichkeit gelangt, in dem die Bafin einzelne Manager massiv kritisierte – auch wenn sie den Vorständen und Mitgliedern des erweiterten Vorstands keine Beteiligung an der Manipulation vorwarf. Inzwischen haben die betroffenen Manager die Bank verlassen oder ihre Ämter abgegeben.

“Wir haben zahlreiche Schritte unternommen, um unsere Kontrollen und Prozesse sowie die Führung der Bank zu verbessern”, sagte Co-Chef John Cryan laut Mitteilung. “Alle beschlossenen Maßnahmen setzen wir zeitnah um und informieren die Aufsichtsbehörden laufend über unsere Fortschritte.“

Vor einem Jahr hatten amerikanische und britische Behörden die Deutsche Bank im Libor-Skandal zu Strafen von 2,5 Milliarden Dollar verdonnert. Die Höhe hatten die angelsächsischen Behörden unter anderem mit mangelnder Kooperation der Bank bei der Aufklärung begründet.

Quelle: dpa-Afx/tr

Foto: Jorg Hackemann / Shutterstock.com

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...