Anzeige
Anzeige
19. Oktober 2015, 07:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Cryan will “bessere Deutsche Bank”

Die Deutsche Bank will mit einem grundlegenden Konzernumbau wieder auf Kurs kommen. Im Top-Management kommt es zu vielen Wechseln. Wichtige Fragen sind aber noch nicht beantwortet.

John-cryan in Cryan will bessere Deutsche Bank

Deutsche Bank-Co-Chef John Cryan will Kurs der Bank radikal ändern.

Der neue Co-Chef John Cryan baut die Deutsche Bank weiter massiv um. Mit neuen Strukturen und einem auf vielen Positionen veränderten Top-Management will der Brite eine “bessere Deutsche Bank” schaffen. Aufsichtsratschef Paul Achleitner sagte am Sonntag nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung, eine derartig grundlegende Reorganisation habe es selten zuvor in der Geschichte der Deutschen Bank gegeben. Im Mittelpunkt des Umbaus steht das Investmentbanking, das völlig neu geordnet wird.

Massiver Stellenabbau droht

In der Führungsetage kommt es zu zahlreichen Personalrochaden, drei Manager scheiden aus dem Vorstand aus. Die Bank wolle “Kundenbedürfnissen sowie den Anforderungen der Aufsichtsbehörden” besser gerecht werden, hieß es laut Mitteilung. Viele Fragen sind aber noch offen. Cryan will am 29. Oktober Einzelheiten zur neuen Konzernstrategie vorstellen.

Bei der Deutschen Bank droht auch ein massiver Stellenabbau. Über die beschlossene Trennung von der Postbank mit ihren 15 000 Mitarbeitern hinaus könnten dem Sparkurs Medienberichten zufolge bis zu 10 000 weitere Jobs zum Opfer fallen. Cryan hatte zum 1. Juli Anshu Jain an der Führungsspitze der Deutschen Bank abgelöst. Der zweite Co-Chef, Jürgen Fitschen, bleibt noch bis zur Hauptversammlung im Mai 2016 im Amt, ehe der Brite allein das Ruder übernimmt.

Zahlreiche Skandale hatten den Ruf der Bank beschädigt, dazu gehören Zinsmanipulationen und fragwürdige Hypothekengeschäfte. Das Institut hat riesige Altlasten. Erst vor kurzem hatte die Deutsche Bank angekündigt, sie erwarte für das dritte Quartal einen Rekordverlust von 6,2 Milliarden Euro. Hauptgrund sind gigantische Abschreibungen vor allem auf den Wert der Tochter Postbank sowie das nicht mehr so lukrative Investmentbanking. Dazu kamen weitere hohe Rückstellungen für die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Deutsche Bank

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

SPD: “Bürgerversicherung ist keine Einheitskasse”

Die SPD ist der Ansicht, dass das Konzept der von ihr propagierten Bürgerversicherung falsch wiedergegeben wird. So wolle die SPD weder eine Einheitskasse einführen, noch die privaten Krankenversicherungen abschaffen.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Drei Fakten die Immobilienmakler kennen sollten

Eine schnelle und solide Finanzierung der Wunschimmobilie ist nicht allein für den Bauherren oder Käufer wichtig, sondern auch für den Immobilienmakler. Der Finanzdienstleister Dr. Klein erklärt, was Makler heutzutage zur Baufinanzierung wissen sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Carsten Mumm wird Chefsvolkswirt bei Donner & Reuschel

Die Privatbank Donner & Reuschel hat Carsten Mumm zum Chefvolkswirt ernannt. Mumm arbeitet schon seit mehreren Jahren für die Bank. Die letzten Jahre leitete er die Kapitalmarktanalyse und war verantwortlich für die Erstellung der Konunktur- und Kapitalmarktprognosen.

mehr ...

Berater

Blau direkt baut Führungsebene weiter aus

Wie der Maklerpool Blau direkt mitteilt, wird Jonas Hoffheinz Prokurist beim Lübecker Unternehmen. Die Gesellschafterversammlung wird ihn demnach zum Jahreswechsel in das Handelsregister eintragen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Riesen-Krach bei Lloyd Fonds – Teichert muss gehen

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG, Hamburg, hat beschlossen, mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Torsten Teichert Verhandlungen über eine vorzeitige Beendigung seiner Vorstandstätigkeit aufzunehmen. Auch ein Aufsichtsrat legt sein Mandat nieder.

mehr ...

Recht

Kleinstornis: Nachbearbeitungspflichten können auch dort bestehen

Kommt es zu Stornierungen von vermittelten Versicherungsverträgen ist der Streit zwischen Handelsvertreter und Versicherer oft programmiert. Gerade wenn der Handelsvertretervertrag bereits beendet wurde, streiten die Parteien über Provisionsrückforderungen des Versicherers.

mehr ...