24. Mai 2016, 10:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Wirtschaft verdoppelt Wachstum

Die deutsche Konjunktur hat zum Jahresbeginn die Drehzahl kräftig erhöht. Sie wächst so stark wie seit zwei Jahren nicht. Ob sie das hohe Tempo halten kann, ist allerdings fraglich.

Deutsche Wirtschaft verdoppelt Wachstum

Die deutsche Wirtschaft war im ersten Quartal 2016 so gut drauf wie lange nicht mehr.

Kauflustige Verbraucher, steigende Investitionen der Unternehmen und der milde Winter haben der deutschen Wirtschaft einen Traumstart ins Jahr 2016 beschert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent.

Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Es war das stärkste Plus seit zwei Jahren. Im vierten Quartal 2015 war die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent gewachsen. Nach Einschätzung von Ökonomen wird das Tempo im Frühjahr allerdings etwas nachlassen.

Starke Binnenkonjunktur

Impulse kamen zum Jahresanfang vor allem aus dem Inland. Begünstigt durch den milden Winter zogen die Bauinvestitionen kräftig um 2,3 Prozent an. Die Unternehmen investierten zudem mehr in Ausrüstungen (plus 1,9 Prozent) – zum Beispiel Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Angekurbelt wurde die Konjunktur auch von der Kauflust der Verbraucher und den Ausgaben des Staates für die Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge.

Vielen Verbrauchern sitzt das Geld seit Monaten locker. Sparen wird kaum noch belohnt, die gesunkenen Energiepreise entlasten die Haushalte, die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig. «Das Kalkül der Konsumenten ist denkbar einfach: Wenn es auf dem Konto keine Zinsen gibt, wird eben die Einkaufstasche besonders gut gefüllt», erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Schweizer VP Bank Gruppe.

Zahl der Exporte wächst

Trotz der Abkühlung der Weltkonjunktur exportierten die deutschen Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen ein Prozent mehr als im Vorquartal. Da die Importe noch stärker stiegen, dämpfte der Außenhandel unter dem Strich allerdings das Wachstum.

Die Konjunktursorgen vom Jahresanfang wegen der Abkühlung wichtiger Exportmärkte hätten sich als unbegründet erwiesen, erklärte BayernLB-Experte Stefan Kipar. Der Anstieg der Importe sei ein Zeichen für die Stärke der deutschen Binnenwirtschaft. “Das Fundament des Aufschwungs bleibt auch in stürmischen außenwirtschaftlichen Zeiten die Binnennachfrage.”

Seite zwei: Anziehen des Wachstums-Tempos im zweiten Halbjahr

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GLS lässt Daten künftig von Blau Direkt pflegen

Der Hamburger Gewerbeversicherungsmakler Gossler, Lübbers & Stahl (GLS) nutzt künftig Datenpflegedienste des Lübecker Maklerpools Blau Direkt.

mehr ...

Immobilien

Megatrend Smart Cities: Wie Anleger davon profitieren können

Unsere Städte befinden sich im Wandel. Der Megatrend der Zukunft, die Urbanisierung, hat schon längst eingesetzt. Das stellt uns vor immer mehr neue Herausforderungen, die einen Wandlungsprozess in Richtung intelligenter Städte (Smart Cities) anstoßen. Für Anleger bieten Smart Cities aber auch interessante Chancen – wenn sie auf Unternehmen setzen, die ihre Aktivitäten auf diese Wandlungsprozesse ausgerichtet haben. Die Fürpaß-Peter-Kolumne

mehr ...

Investmentfonds

Finanzmarktexperte: Neue EU-Börsenaufsicht als Lehre aus Wirecard

Eine neue gemeinsame EU-Börsenaufsicht muss nach Ansicht des Frankfurter Finanzmarktexperten Jan Pieter Krahnen die Konsequenz aus dem Wirecard-Bilanzskandal sein.

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...