Anzeige
30. März 2016, 09:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dividenden der Dax-Konzerne gestiegen

Viele Aktionäre von Dax-Konzernen können sich in diesem Jahr auf eine Rekorddividende freuen. 15 Börsenschwergewichte zahlen ihren Anteilseignern nach guten Ergebnissen des Jahres 2015 so viel Geld wie nie zuvor, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens EY hervorgeht.

Bargeld in Dividenden der Dax-Konzerne gestiegen

Dax-Konzerne erfreuen Aktionäre mit Geldregen.

Insgesamt schütten die 29 Dax-Unternehmen, die bislang dazu Angaben gemacht haben, 29,2 Milliarden Euro aus – das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr, 24 Konzerne erhöhen die Dividende. Noch nicht veröffentlicht sind die Volkswagen-Daten. Die Aktionäre des Autobauers müssen angesichts drohender Milliardenstrafen im Abgas-Skandal einen Totalausfall fürchten. In diesem Fall läge die Gesamtausschüttung der Dax-Unternehmen um 2,1 Prozent niedriger als im Vorjahr, erklärte EY.

Daimler sehr großzügig

Größter Dividendenzahler ist EY zufolge der Autokonzern Daimler, der die Ausschüttungssumme um ein Drittel auf knapp 3,5 Milliarden Euro erhöht und damit den Versicherungskonzern Allianz (3,3 Milliarden Euro, plus sieben Prozent) auf den zweiten Platz verdrängt. Anteilseigner der Commerzbank und der Lufthansa bekommen nach Nullrunden erstmals wieder eine Dividende.

Auf das stärkste Plus können sich die Aktionäre von HeidelbergCement und Vonovia freuen: Der Baustoffkonzern erhöht die Ausschüttung demnach um 73 Prozent auf 244 Millionen Euro, das Wohnungsbauunternehmen verdoppelt die Summe sogar von 212 auf 438 Millionen Euro.

Deutsche Bank hält Geld zusammen

Bei der Deutschen Bank gehen die Anteilseigner nach einem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro dagegen leer aus. Der Energieriese RWE streicht nach roten Zahlen die Dividende für Stammaktionäre komplett, Vorzugsaktionäre erhalten eine Mini-Ausschüttung von 0,13 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,0 Euro).

Anteilseigner der Deutschen Bank und von RWE haben damit doppelt Pech. Nach einer Auswertung der DSW-Aktionärsvertreter zählen die beiden Dax-Konzerne zu den größten Kapitalvernichtern an den Börsen – also zu den Unternehmen mit besonders hohen Kursverlusten.

Obwohl der Jahresüberschuss der 29 Dax-Konzerne im vergangenen Geschäftsjahr zusammengerechnet um 10,5 Prozent auf 50,8 Milliarden Euro sank, stieg die Dividende. Grund für den Gewinnrückgang waren allerdings die Milliardenverluste beim Energiekonzern Eon und der Deutschen Bank.

“So wichtig eine kontinuierliche Dividendenpolitik und die Ausschüttung einer attraktiven Dividende an die Aktionäre ist – die Unternehmen sollten gerade angesichts der unsicheren Konjunkturentwicklung vor allem in den Schwellenländern und angesichts absehbarer hoher Investitionen nicht übertreiben”, mahnte EY-Experte Martin Steinbach. Zu hohe Ausschüttungen könnten ihre Handlungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit gefährden.

Quelle: dpa-Afx/tr

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Volkswohl Bund: Bläsing wird Nachfolger von Dr. Maas

Beim Dortmunder Versicherer Volkswohl Bund gibt es einen Wechsel in der Führungsspitze. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Maas geht Ende April 2017 nach über 37 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand. Mit Wirkung zum 1. Mai 2017 wird Dietmar Bläsing neuer Sprecher der Vorstände der Volkswohl Bund Versicherungen. 

mehr ...

Immobilien

Investitionen in Immobilien: Die globalen Trends

Das globale Investitionsvolumen in Immobilien wird 2017 trotz Angebotsmangels weiter steigen. Dadurch werden die Preise mittelfristig stabil bleiben. Cushman & Wakefield erwarten für das kommende Jahr mehr Dynamik.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank holt Citigroup-Manager Moltke in den Vorstand

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat James von Moltke (48) zum neuen Finanzvorstand ernannt. Er war bisher Treasurer der amerikanischen Bank Citigroup und soll seinen Posten bei der Deutschen Bank im Juli dieses Jahres antreten.

mehr ...

Berater

Deutscher Bankenrettungsfonds schließt 2016 mit Gewinn ab

Der im Zuge der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 geschaffene Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS), der von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) verwaltet wird, schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 98,6 Millionen Euro ab.

mehr ...

Sachwertanlagen

HTB Gruppe bringt weiteren Immobilien-Zweitmarktfonds

Die Bremer HTB Gruppe startet ab sofort mit dem Vertrieb des neuen Immobilien-Zweitmarktfonds “HTB 8. Immobilien Portfolio”. Der alternative Investmentfonds (AIF) ist bereits der siebte Publikums-AIF von HTB.

mehr ...

Recht

ZIA fordert bei Crowdinvesting stärkeren Verbraucherschutz

Der ZIA bemängelt, dass Crowdinvesting durch die bisherige Regulierung privilegiert ist, auf Kosten des Verbraucherschutzes. Der Ausschuss fordert unter anderem eine Prospektpflicht. Diese Forderungen widersprechen den Ansichten des Bundesverband Crowdfunding.

mehr ...