26. Mai 2016, 07:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EZB sieht Risiken für Finanzstabilität in Schwellenländern

Die Finanzstabilität im Euroraum wird nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) unter anderem durch die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern und die Folgen des Ölpreisverfalls bedroht.

Banken-EZB-Aufsicht-Frankfurt in EZB sieht Risiken für Finanzstabilität in Schwellenländern

EZB-Zentrale in Frankfurt

Die Anfälligkeit infolge eines schwächeren Wachstums in großen Schwellenländern wie China sei seit Jahresbeginn gestiegen, teilt die EZB mit. Auch drohe ein schwächeres Wachstum in China auf die gesamte asiatische Region auszustrahlen. Risiken sieht die Notenbank zudem in der hohen privaten Verschuldung vieler Schwellenländer, die darüber hinaus oft in ausländischer Währung aufgenommenen worden sei.

Ölpreise können Stabilität gefährden

Risiken für die Finanzstabilität können laut EZB auch von anhaltend niedrigen Ölpreisen ausgehen. Zwar seien die konjunkturellen Auswirkungen für Ölverbrauchsländer günstig. Allerdings seien die Forderungen des Finanzsystems an Unternehmen aus dem Energiesektor in den vergangenen Jahren gestiegen. Das Problem: Bleiben die Ölpreise niedrig, könnten Ölfirmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, was Forderungsausfälle nach sich ziehen und das Finanzsystem belasten kann.

Banken des Währungsraums in besonderem Fokus

Die Banken des Währungsraums sieht die Zentralbank mit einer ungünstigen Ertragslage und einem teils hohen Anteil an notleidenden Krediten konfrontiert. Zudem litten die Banken unter dem aktuellen Niedrigzinsumfeld, dem verhaltenen Wirtschaftswachstum und dem intensiven Wettbewerb. Als Stabilitätsrisiko nennt die Notenbank auch die in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Investmentfonds, weil diese zunehmend in riskantere Anlagen auch außerhalb des Euroraums investierten. Ein Risiko sei daneben die hohe staatliche und private Verschuldung im Euroraum. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...