13. Juli 2016, 14:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Geldanlage: Deutsche scheuen Risiko

Nur ein Fünftel der Bundesbürger legt aktuell Geld in Wertpapieren an. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Postbank. Als Gründe für ihre Scheu vor dieser Geldanlage nennen die Befragten demnach Risiko und Komplexität der Anlageform.

Geldanlage: Deutsche scheuen das Risiko

Nur knapp jeder fünfte Deutsche legt aktuell Geld an der Börse an.

Nur knapp jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) legt aktuell Geld an der Börse an, so eine aktuelle und repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Lediglich knapp jeder Zehnte (neun Prozent) möchte demnach in Zukunft verstärkt Wertpapiere kaufen.  Der Studie zufolge bedeutet das, dass 73 Prozent aller Bundesbürger bislang kein Geld an der Börse angelegt haben und auch künftig nicht beabsichtigen, dies zu tun.

Wertpapiere: zu riskant und kompliziert

Ein Großteil (64 Prozent) derjenigen, die auf die Anlage in Wertpapiere verzichten, begründen ihre Entscheidung damit, dass sie nicht über ausreichende Geldmittel verfügen. 62 Prozent geben der Studie zufolge an, dass ihnen die Anlage zu riskant sei. Für 42 Prozent ist demnach die Komplexität der Anlageform der Grund für ihre Zurückhaltung.

“Vorurteile gegenüber Wertpapieren sind weit verbreitet. Sie würden sich jedoch leicht auflösen, wenn sich die Anleger mit dem Thema auseinandersetzen würden”, erklärt Karsten Rusch von der Postbank das Umfrageergebnis. Insbesondere die scheinbare Komplexität sei kein Grund auf die Anlage in Wertpapiere zu verzichten.

“Die Grundlagen des Wertpapiergeschäfts sind keine Hexerei, man muss nur die Scheuklappen für Finanzthemen ablegen”, meint Rusch. Einsteiger sollten sich nicht mit hochkomplexen Zertifikaten oder Optionsscheinen auseinanderzusetzen. “Man sollte nur solche Finanzprodukte erwerben, die man auch wirklich versteht”, so Rusch weiter.

Geldanlage: Deutsche scheuen das Risiko

Quelle: Postbank / TNS Emnid

Die Börsenanleger unter den Befragten setzen große Hoffnungen in ihre Wertpapiere. 85 Prozent von ihnen wollen laut der Studie mit der Anlageform langfristig Vermögen aufbauen oder sie als Altersvorsorge-Baustein nutzen. 76 Prozent sehen in Wertpapieren eine gute Anlagealternative  im Zinstief.

Weitere Gründe in Wertpapiere zu investieren, sind für die Anleger Risikostreuung (60 Prozent), hohe Renditechancen (54 Prozent), hohe Sicherheit der Geldanlage (53 Prozent) sowie Inflations- und Krisenschutz. (jb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

bAV im Mittelstand: Mehr Gesundheits- und weniger Altersvorsorge?

Der Mittelstand ist skeptisch, dass das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) zum großen Treiber in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) wird. Dennoch setzen die Verantwortlichen auf die betriebliche Vorsorge. Vor allem gemischt finanzierte Pläne und die betriebliche Gesundheitsvorsorge stoßen auf Interesse. Das sind einige Ergebnisse der neuen Studie „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2020“, die das  F.A.Z.-Instituts im Auftrag der Generali in Deutschland erstellt hat.

mehr ...

Immobilien

Deutsche Wohnen steigt in den DAX auf

Die Aktie der Deutsche Wohnen wird zum 22. Juni 2020 in den deutschen Leitindex DAX aufgenommen. Das entschied die Deutsche Börse auf Basis der Kriterien für einen Aufstieg im Rahmen des Fast-Entry-Verfahrens. Seit dem Börsengang im Jahr 1999 sind die Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen der Deutsche Wohnen-Aktie kontinuierlich gestiegen und erfüllen nunmehr die technischen Voraussetzungen für die Index-Aufnahme.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Wirtschaft holt nach tiefer Rezession wieder auf

Nach der tiefen Rezession im zweiten Quartal dieses Jahres wird sich die deutsche Wirtschaft gemäß den aktuellen Bundesbank-Projektionen wieder erholen. Wie weit es runter geht und wann die Erholung in welchem Umfang wieder einsetzt.

mehr ...

Berater

Mehr Beschwerden wegen Kreditstundungen

In Not geratene Verbraucher profitieren Verbraucherschützern zufolge nicht immer in vollem Umfang vom Zahlungsaufschub für Kredite in der Coronakrise.

mehr ...

Sachwertanlagen

Alle TSO-Beteiligungen schütten trotz Corona aus

Ende Mai kann die auf Immobilieninvestitionen im Südosten der USA spezialiserte TSO Europe Funds, Inc. für alle Beteiligungen Ausschüttungen vornehmen. Hinzu kommen für zwei Beteiligungen Sonderausschüttungen, die aus Objektverkäufen resultieren.

mehr ...

Recht

Reisewarnung für 31 Länder aufgehoben – Wo Urlaub wieder möglich ist

Nach fast 90 Tagen wird sie zumindest teilweise wieder aufgehoben: Pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Deutschland wird die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes durch länderspezifische Sicherheitshinweise ersetzt. Dies erklärte Außenminister Heiko Maas in Berlin. Was das für Urlauber bedeutet und welche Auswirkungen das auf Stornobedingungen haben könnte, zeigt eine Analyse der Arag.

mehr ...