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4. April 2016, 08:55
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Ökoworld Big in Japan

Für die Nachhaltigkeits-Analyse von Unternehmen durch das Ökoworld Sustainability Research Team ist eine gute Berichterstattung und Transparenz seitens der Unternehmen bezüglich sozialer, ethischer und ökologischer, kurz ESG-Aspekte von grundlegender Bedeutung. Gastkommentar von Caroline Glatte, Ökoworld

Caroline-Glatte-Kopie in Ökoworld Big in Japan

Carloline Glatte ist Analystin bei Ökoworld.

Neben der Sichtung und Auswertung von Jahres- und Nachhaltigkeitsberichten sowie relevanter Studien und externer Ratingreporte wendet sich das Research Team deshalb regelmäßig direkt an die Unternehmen.

Zukunftsfähig hinterfragt

Unter Bezugnahme auf global anerkannte Zertifizierungen sowie internationale Initiativen und Standards werden ESG-relevante Fragen zum Produkt bzw. zur Dienstleistung sowie zu Managementsystemen gestellt. Dabei gilt es sowohl den getrennten Investment Prozess der Ökoworld sowie die strengen Anlagekriterien zu verdeutlichen als auch auf die jeweiligen sozialen, ethischen und ökologischen Risiken und Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufmerksam zu machen.

Face-to-Face

Vor diesem Hintergrund nimmt das Sustainability Research auch persönliche Treffen mit Unternehmen wahr. Zusammen mit dem Ökoworld Portfoliomanagement traf das Team im Dezember 2015 auf der HSBC Luxembourg Conference Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Nachhaltiges Bauen und Gesundheit. Auf diese Weise konnten in den Treffen Finanz- und Nachhaltigkeits-relevante Aspekte gleichermaßen platziert und das Ökoworld Prinzip, der strikt getrennte Investmentprozess, auch den Unternehmen praktisch zugänglich gemacht werden. Einige teilnehmende Unternehmen wie bspw. der deutsche Windturbinenhersteller Nordex sind seit mehreren Jahren in den Ökoworld Universen vertreten und in den Portfolien teilweise investiert.

Japan‘s Corporate Governance Code: Japan macht sich auf den Weg

Insbesondere bei japanischen Unternehmen steht die Integration von ESG Aspekten ins Geschäftsmodell sowie in die Berichterstattung – in Form eines separaten Nachhaltigkeitsberichts oder in einem Integrierten Jahresbericht – noch relativ am Anfang. Herausfordernd ist dabei nicht nur die mangelnde Transparenz der Unternehmen im Hinblick auf die Einhaltung arbeitsrechtlicher Gesundheits- und Sicherheitsstandards, sondern vor allem bei kleineren Unternehmen auch die häufig einzige Berichtssprache Japanisch.

Ein wichtiger Meilenstein hinsichtlich der Etablierung sozialer, ethischer und ökologischer Standards ist der im Juni 2015 verabschiedete Japan‘s Corporate Governance Code. Die Richtlinien umfassen unter anderem die Bereitstellung von relevanten Informationen für Investoren in englischer Sprache sowie die Veröffentlichung eines Verhaltenskodex. In den nächsten Jahren wird sich zeigen ob die Unternehmen die Richtlinien umsetzen und welche politischen und ökomischen Anreize für die Einhaltung gesetzt werden.

Positive Erfahrungen konnte die Ökoworld bereits mit Unternehmen auf der DAIWA Investment Conference in Tokyo Anfang dieses Jahres verzeichnen. Mitarbeiter/-innen der Ökoworld haben in 26 Besprechungsterminen börsennotierte Unternehmen überwiegend aus Japan, aber auch aus Indonesien, Indien, China und Australien getroffen.

Seite zwei: Nachhaltig unter der Lupe

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