21. Juli 2016, 15:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Nintendo-Aktie nach Pokemon-Hype überbewertet

An der Frankfurter Börse ist die Aktie von Nintendo binnen weniger Tage von 130 Euro bis auf zeitweise über 260 Euro gestiegen. Viele Kleinanleger sprangen auf den Zug auf, da sie auf den schnellen Gewinn hoffen. Das Gegenteil könnte aber eintreten.

Nintendo in Nintendo-Aktie nach Pokemon-Hype überbewertet

Experten sehen den Kursanstieg der Nintendo-Aktie eher kritisch.

Die Nintendo-Aktie ist unter den Kunden der Saxo Bank mindestens genauso beliebt wie PokémonGO unter den Spiel-Enthusiasten. Das Wachstum um 110 Prozent und die hohe Volatilität machen die Aktie für Anleger interessant. Folglich konnte Nintendo in der vergangenen Woche Apple und Facebook als meistgehandelter Titel auf der hauseigenen Online-Trading-Plattform SaxoTraderGO ablösen.

„Angesichts des hundertzehnprozentigen Wachstums der Aktie in sehr kurzer Zeit sollten sich Anleger fragen, ob für Nintendo wirklich eine derart hohe Bewertung gerechtfertigt ist. Der Gedanke liegt nahe, dass sich die Aktie genauso in einer Augmented Reality befindet, wie die Pokémon im Spiel“, sagt Peter Garnry, leitender Aktienstratege bei der Saxo Bank.

„In der vergangenen Woche war Nintendo der meistgehandelte Titel auf SaxoTraderGO und viele Kunden konnten von der jüngsten Rallye profitieren. Dennoch hat die Aktie ihren Höhepunkt erreicht und Anleger sollten jetzt darüber nachdenken, die Aktie zu shorten. So können sie von Kursverlusten profitieren, sobald Nintendo wieder auf ein angemesseneres Level fällt“, sagt Garnry.

Laut Garnry erziele das Spiel einen durchschnittlichen Erlös pro User (ARPDAU) von 0,25 US-Dollar. Das sei 0,05 US-Dollar mehr, als der bisherige Rekordwert von 0,2 US-Dollar von King Digital’s Candy Crush. „Selbst wenn PokémonGo einen Wert von einer Milliarden aktiver Nutzer erreichen sollte – und seinen ARPDAU-Wert auf 0,5 US-Dollar verbessert – rechtfertigt dies immer noch nicht die derzeitige Bewertung. Damit die Rechnung aufgeht, müsste Nintendo bisher noch nicht absehbare Einnahmequellen auf mobilen Geräten entwickeln. Das Potential für Werbung und ähnliche Monetisierungsmöglichkeiten ist groß, aber was hierbei unter dem Strich herauskommt, ist noch sehr unsicher“, sagt Garnry abschließend. (tr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Heil bei Grundrente kompromissbereit: Wir sind lösungsorientiert

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich im Koalitionsstreit um die Einführung einer Grundrente kompromissbereit gezeigt. “Wir sind lösungsorientiert”, sagte er am Montag vor einer Sitzung des SPD-Parteipräsidiums in Berlin.

mehr ...

Immobilien

Wohn- und Mietenpaket der GroKo: Gute Zeichen für den Wohnungsbau, schlechte Zeichen im Mietrecht

Der beschlossene Wohnpakt trifft nicht überall auf Zustimmung auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW) äußert sich eher kritisch. Was Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, trifft.

mehr ...

Investmentfonds

Die Krise in Argentinien: Ansteckungsgefahr für die Schwellenländer?

Welche Auswirkungen haben die aktuellen Ereignisse in Argentinien auf das Marktgeschehen in den Schwellenländern? Nach Ansicht von LGIM sind diese eher begrenzt und spiegeln vielmehr eine länderspezifische Entwicklung wider. Ein Kommentar von Magdalena Polan, Senior Economist bei Legal & General Investment Management (LGIM).

mehr ...

Berater

Digitaler Wandel: „Reflexion ist eine fantastische menschliche Eigenschaft“

Die Transformation beherrscht die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Willkommen in disruptiven Zeiten – dass das so ist, belegen nicht nur die Titel auf den Bestseller-Listen. Während Newcomer und Startups auf den Startblöcken stehen, um ganze Branchen umzuwerfen, werden viele etablierte Unternehmen zunehmend unruhig. Ein Gespräch mit Reza Razavi, Senior Manager Culture and Transformation bei BMW Group, Referent bei Club 55 (European Experts of Marketing and Sales).

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW erwirbt Wohnportfolio in Helsinki und Espoo für deutsches Individualmandat

Mit dem Erwerb von zwei modernen Apartmenthäusern in der Metropolregion Helsinki erweitert AEW seinen Wohnbestand in Richtung Finnland. Die knapp 90 vollvermieteten Einheiten verteilen sich dabei auf ein Objekt im stark wachsenden Teilmarkt von Jätkäsaari – im westlichen Teil der Innenstadt von Helsinki – sowie eine Liegenschaft im angrenzenden Espoo (Matinkyla).

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...