Pioneer Investments Konferenz 2016 im Zeichen des Nullzinses

Die Pioneer Investment Konferenz fand in diesem Jahr zeitgleich zur jüngsten historischen Notenbanksitzung der EZB statt. Entsprechend gespannt warteten die Teilnehmer am Donnerstag auf neuste Meldungen aus der Mainmetropole Frankfurt.

Konferenzteilnehmer Fabio Di Giansante, Pioneer Investments, zeichnete ein gemischtes Bild der Rahmenbedingungen für die unterschiedlichen Kapitalmärkte

In den Pausen und zwischen den Vorträgen wurden die jüngsten Maßnahmen von Mario Draghi intensiv thematisiert. Auch die heftigen Schwankungen beim DAX, alleine am Donnerstag pendelte der deutsche Leitindex innerhalb einer Spanne von 500 Punkten, sorgten in der Münchener Gaszählerwerkstatt für viel Gesprächsstoff.

Druck auf die Branche wächst

Mit den neuerlichen geldpolitischen Schritten ist der Druck auf fast alle Konferenzteilnehmer noch einmal gestiegen. Sie müssen für ihre Kunden auskömmliche Renditen bei einem überschaubaren Risiko erwirtschaften. Dies ist in Zeiten von Strafzinsen für Einlagen bei der EZB und bei der anhaltend hohen Volatilität eine große Herausforderung. Entsprechend intensiv wurde den zahlreichen Referenten zugehört, die interessante Lösungsvorschläge für die anhaltende Problematik präsentierten.

Einen bislang erfolgreichen Ansatz stellte der Fabio Di Giansante, Fondsmanager bei Pioneer Investments, vor. Zunächst beschrieb er, dass sich momentan viele Rahmenbedingungen für die Kapitalmärkte ändern. Profitierten viele Asset-Klassen in den vergangenen fünf Jahren von den weltweiten Zinssenkungen und tendierten nahezu gleichgerichtet nach oben, so dürften sich in Zukunft viele Kapitalanlagen unter hohen Schwankungen weitaus uneinheitlicher entwickeln. Zudem sind die Bewertungen mittlerweile gestiegen, was die potenziellen Renditechancen gesenkt hat. Zusätzlich entstehen laut Di Giansante durch die unterschiedlichen Geldpolitiken der Fed und der EZB weitere Unsicherheiten.

Um in diesem schwierigen Umfeld attraktive Renditen erwirtschaften, sind gemäß Di Giansante intelligente Ansätze erforderlich. Hierbei verfolgt der Manager eine ausgeklügelte Absolute-Return-Strategie, die unabhängig von der generellen Entwicklung an den Aktienmärkten ist. Hierzu ist eine komplexe Stock-Picking-Auswahl erforderlich, die auch auf Long- und Short-Strategien im Rahmen von Pair-Trades setzt. Diese Trades setzten auf die bessere Entwicklung einer Aktie im Gegensatz zu einem ähnlichen Unternehmen innerhalb der Branche.

Zudem ist das Risikomanagement bei dem Management des Fonds von großer Bedeutung. Insgesamt besteht das Team, welches sich vor allem um die Generierung von Alpha kümmert, aus vielen Experten. Diese ermöglichen es auf Dauer die jeweiligen Benchmark-Indizes bei der Performance zu übertreffen. Da die Korrelation zu anderen Assets sehr gering ist, eignen sich Absolute-Return-Ansätze sehr gut, um risikoneutral ansehbare Renditen zu erzielen.

Seite zwei: Weitere alternative Methoden ebenfalls gefragt

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