26. September 2016, 17:03
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US-Notenbank treibt Rohstoffpreise

Zuletzt gewannen die Rohstoffe wieder deutlich an Boden. Damit setzt sich die überwiegend positive Entwicklung in diesem Jahr fort.

SaxoBank Ole Hansen-Kopie in US-Notenbank treibt Rohstoffpreise

Ole Hansen analysiert die Rohstoffmärkte für die Saxo Bank.

„In der vergangenen Woche, die von der (Un-)Tätigkeit der Zentralbanken gekennzeichnet war, konnte der Rohstoffsektor auf breiter Basis zulegen. Risikoreichere Assets profitierten vom hawkischen Nein des Federal Open Market Committees zu einer Zinserhöhung, welches den US-Dollar einmal mehr auf Talfahrt schickte“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Insgesamt erzielte der Bloomberg Rohstoffindex den größten Gewinn seit fünf Wochen. Insbesondere Edel- und Industriemetalle konnten starke Kursgewinne verbuchen. „Auf den Ölmärkten sorgt eine mögliche Übereinkunft der Opec mit Russland auf dem International Energy Forum in Algier am 28. September für Optimismus – trotz des jüngsten Anstiegs des Ölangebots“, sagt Hansen. Kaffee und Zucker profitierten unterdessen von Versorgungsstörungen. Futures auf Rohzucker kletterten auf ein Vier-Jahres-Hoch, Futures auf Arabica-Kaffe auf ein Neunzehn-Monats-Hoch.

Anleger bei Gold eher vorsichtig

„Seit der Brexit-Entscheidung vor drei Monaten kommt der Goldkurs kaum von der Stelle. Investoren befinden sich im Beobachtungsmodus und warten entweder auf eine tiefergehende Korrektur oder ein Ereignis, das der Goldentwicklung wieder Leben einhaucht“, sagt Hansen. Ziel wäre dann, den Schlüsselwiderstand um die Marke von 1.375 US-Dollar pro Feinunze zu attackieren. Allerdings sei bisher ein solches Ereignis nicht eingetreten, sodass sich das gelbe Metall zurück zur Marke von 1.335 US-Dollar pro Feinunze bewegt hat. „Ein Durchbrechen der erstgenannten Marke könnte allerdings eine Rallye in Richtung 1.485 US-Dollar pro Feinunze auslösen. Das wäre ein Signal dafür, dass der 2011 eingeschlagene Abwärtstrend endlich aufgehalten wäre“, sagt Hansen abschließend.

Am Ende einer viertägigen Rallye kam es bei den beiden Ölbenchmarken WTI und Brent zum Ende der vergangenen Woche zu Gewinnmitnahmen. „US-Lagerbestände, die in der dritten Woche in Folge zurückgingen, ein schwacher Dollar und eine erneute mündliche Intervention von Ölproduzenten im Vorfeld von Algier trugen dazu bei, dass bärische Nachrichten von der Angebotsseite kompensiert wurden“, sagt Hansen. Das Aufwärtspotential für Öl bleibe allerdings begrenzt, bis es eindeutige Zeichen einer Reduzierung des Überangebots gäbe. „Eine Einigung zugunsten eines Produktionsrückgangs könnte erneut spekulative Käufer auf den Plan rufen. Der niedrige 50 US-Dollar pro Barrel-Bereich dürfte sich für Brent allerdings weiterhin als schwer zu knacken erweisen“, sagt Hansen. (tr)

Foto: Saxo Bank

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