18. Mai 2016, 11:35
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Versorgungsstörungen treiben Ölpreis

„Es war eine gemischte Woche für den Rohstoffsektor. Gewinne im Energie- und Agrarsektor haben sich mit den Verlusten bei Edel- und Industriemetallen knapp die Waage gehalten“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

SaxoBank Ole Hansen-Kopie in Versorgungsstörungen treiben Ölpreis

Ole Hansen ist Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Insgesamt habe sich der Sektor in den vergangenen drei Wochen in einer feste Handelsspanne eingependelt, nachdem die Gewinne der ersten vier Monate des Jahres zunehmend schwer zu wiederholen waren. „Der schwächelnde Dollar war in den vergangenen vier Monaten ohne Zweifel ein wichtiger, wenn auch nicht der einzige Kurstreiber für Rohstoffe“, sagt Hansen. Der Bloomberg Dollar Index, der die Performance des US-Dollars gegenüber einem Korb zehn führender Währungen nachzeichnet, sank Anfang Mai auf ein Ein-Jahres-Tief. „Seitdem konnte sich der Index allerdings wieder erholen und trug damit zur Belebung von Rohstoffen auf Dollar-Basis“, sagt Hansen.

Edelmetalle sind gefragt

„Gold und Silber bleiben weiterhin gut unterstützt, obwohl beide Metalle in diesem Jahr bereits über 20 Prozent zulegen konnten“, sagt Hansen. Die Haupttreiber dieser Entwicklung seien das langsame globale Wachstum, die schwindende Aussicht auf weitere Leitzinserhöhungen der Fed, Negativzinsen der Zentralbanken und die Abwertungen des Renminbi. Es sei nicht davon auszugehen, dass diese Treiber in naher Zukunft nachlassen werden. „Deswegen befinden sich private und institutionelle Investoren weiter auf der Suche nach alternativen Investments wie Gold. Auch wenn das gelbe Metall und Silber aufgrund der Erholung des US-Dollars in der vergangenen Woche etwas an Boden verloren haben, bleibt der grundsätzliche Aufwärtstrend solide. Bislang wurde auf jeden Kursrücksetzer mit zusätzlichen Käufen reagiert“, sagt Hansen.

„Die beiden Ölbenchmarken Brent und WTI testeten in der vergangenen Woche erneut die psychologisch wichtige Marke von 50 USD pro Barrel. Seit den Tiefs zu Beginn des Jahres unterstützen eine robuste Nachfrage sowie Versorgungsstörungen die positive Kursentwicklung“, sagt Hansen. Die jüngsten Lieferunterbrechungen in Venezuela, Kanada sowie Nigeria in Verbindung mit bullischen Bewertung der globalen Nachfrage seitens der International Energy Agency und der ersten US-Lagerinventur trügen zur Unterstützung der Preisentwicklung bei. „Die Ölpreise werden sich erholen, um letztendlich neue Investments und Bohrungen attraktiv erscheinen zu lassen. Der Zeitpunkt, zu dem sich Angebot und Nachfrage treffen, bleibt derzeit jedoch die große Unbekannte. Hierdurch ist klar, dass uns volatile Monate bevorstehen“, sagt Hansen abschließend. (tr)

Foto: Saxo Bank

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