Yellen: Zinsanhebung könnte „relativ bald“ kommen

In den USA scheint eine zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise näher zu rücken. Nach wie vor macht Yellen eine Fortsetzung der Ende 2015 eingeleiteten Zinswende aber von der konjunkturellen Entwicklung abhängig.

Die Untätigkeit von Fed-Chefin Janet Yellen wirkt wie eine Lockerung der Geldpolitk.
Fed-Chefin Janet Yellen steuert auf die nächste Zinsanhebung zu.

Ein solcher Schritt könne „relativ bald“ angemessen sein, sagte die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, laut Redetext vor einem Kongressausschuss in Washington.

Nach wie vor macht Yellen eine Fortsetzung der Ende 2015 eingeleiteten Zinswende aber von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. An den Finanzmärkten wird derzeit fest mit einer Zinsanhebung auf der kommenden Sitzung der Fed Mitte Dezember gerechnet.

Der US-Leitindex trat im frühen Handel mit plus 0,04 Prozent auf 18 876,19 Punkte auf der Stelle und verarbeitete damit auch immer noch sein zu Wochenbeginn erreichtes Rekordhoch bei rund 18 934 Punkten. Seit Beginn der Ralley am Tag vor der Präsidentschaftswahl in den USA, die schließlich im Sieg des Republikaners Donald Trump gipfelte, hat der Dow immerhin schon 5,4 Prozent hinzugewonnen.

Konjukturdaten stützen Erwartung auf Zinsanhebung

Die vor dem Handelsstart veröffentlichten zahlreichen Konjunkturdaten stützten allesamt zusätzlich die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins noch im Dezember anheben werde, kommentierte Helaba-Volkswirt Ulrich Wortberg. Anleger hatten aktuelle Daten zu den Verbraucherpreisen und Inflationserwartungen auszuwerten sowie den Philly-Fed-Index, wöchentliche Arbeitsmarkt- und schließlich auch noch Immobiliendaten. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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