Anzeige
20. April 2017, 13:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AGI sieht positives Klima für erneuerbare Energien in China und Indien

Im Bereich der erneuerbaren Energien findet derzeit ein fundamentaler Wandel statt. Hierbei ist das Umfeld für Investitionen in China und in Indien deutlich besser als in den Vereinigten Staaten.

Windrad750 in AGI sieht positives Klima für erneuerbare Energien in China und Indien

Allianz sieht bei den erneuerbaren Energien China und Indien im Aufwind.

Während China und Indien mit ehrgeizigen Ausbauplänen für Erneuerbare Energien bei der globalen Energiewende vorangehen, droht sich das Tempo in den USA zu verringern. Die Klimapolitik der neuen US-Regierung hat negative Auswirkungen auf das Investitionsklima für Erneuerbare Energien im Land – dennoch schaffen gegenläufige Faktoren wie sinkende Kosten und Strategien von Bundesstaaten, Kommunen und Unternehmen eine gute Grundlage für eine Fortsetzung des Ausbaus grüner Technologien.
Dies sind einige der Kernergebnisse des heute veröffentlichten Allianz Climate & Energy Monitors “Deep Dive” von Allianz Climate Solutions, Germanwatch und des NewClimate Institute. Die Studie analysiert die Investitionen und Investitionsbedingungen für Erneuerbare Energien in den drei Staaten und vergleicht diese mit den notwendigen Investitionen zum Erreichen der Pariser Klimaziele.

Die drei Länder sind zusammen für mehr als die Hälfte der globalen CO2-Emissionen verantwortlich und die wichtigsten Märkte für Erneuerbare Energien. Sie spielen damit eine Schlüsselrolle für das Erreichen des Ziels, die globale Erwärmung deutlich unter zwei Grad zu halten.

Starke Expansion in den kommenden 20 Jahren notwendig

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Investitionen in Erneuerbare Energien in den kommenden zwei Jahrzehnten weltweit stark wachsen müssen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Neuesten Zahlen von UNEP und Bloomberg New Energy Finance zufolge flossen bereits im vergangenen Jahr in China, den USA und Indien zusammen 134 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien – dies entsprach mehr als der Hälfte der weltweiten Investitionen. China und die USA müssen ihre Investitionen im Energiesektor dennoch bis 2035 verdoppeln, Indien gar verdreifachen – und fast alle diese Investitionen müssen in grüne Energien fließen.

Abkehr von der Kohle in China und Indien

Chinas Ausbauziele deuten derzeit auf eine Übererfüllung der eigenen Klimaziele hin: 2020 soll die installierte Leistung der Erneuerbaren Energien um 38 Prozent über dem Level von 2015 liegen, das entspräche Investitionen in Höhe von rund 360 Milliarden US-Dollar und einer installierten Kapazität von 680 Gigawatt (GW). Zum Vergleich: Deutschland kommt aktuell auf rund 100 GW, ein Park mit 10 modernen Windkraftanlagen entspricht ungefähr 0,04 GW Kapazität.

Auch Indien ist auf einen schnellen Ausbaupfad eingebogen, im vergangenen Jahr wurden die Ausbauziele für Wind- und Solarenergie übererfüllt. Bis 2022 sollen 175 GW Erneuerbare installiert sein. Indien ist ebenfalls auf dem Weg, seine nationalen Klimaziele zu erfüllen. Zugleich wenden sich beide Staaten langsam von der Kohle ab: China hat eine Reihe von Plänen für neue Kohlekraftwerke gekippt und sogar einige alte stillgelegt, Indien könnte nach 2022 auf den Bau neuer Kohlekraftwerke verzichten.
Auch in den USA boomen die Erneuerbaren Energien. Wind- und Solarkraft machten im vergangenen Jahr 60 Prozent (16 GW) der neu zugebauten Kapazitäten aus. Ein Großteil dieser Entwicklung ist auf sinkende Kosten und die wachsende Wettbewerbsfähigkeit Erneuerbarer zurückzuführen sowie auf die ambitionierte Politik mehrerer US-Bundesstaaten zugunsten klimaschonender Stromerzeugung.

Seite zwei: US-Entwicklung aktuell ungewiss

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

80.000 Menschen erhalten durch Reform zusätzlich Pflegeleistungen

Durch die seit Jahresbeginn wirkende Pflegereform haben bisher rund 80.000 Menschen Pflegeleistungen bekommen, die sonst leer ausgegangen wären. Insgesamt dürften dies im Gesamtjahr 2017 rund 200.000 Menschen sein, teilte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit.

mehr ...

Immobilien

Immobilientransaktionen in Deutschland steigen weiter

Das international tätige Immobiliendienstleistungs-Unternehmen Savills hat den deutschlandweiten Gewerbe- und Wohnimmobilienmarkt im März 2017 untersucht und die Ergebnisse im aktuellen Investment Market Monthly veröffentlicht.

mehr ...

Investmentfonds

Dax steigt nach Frankreich-Wahl auf Allzeithoch

An den internationalen Kapitalmärkten wurde der Ausgang der ersten Runde der Präsidentenwahl äußerst positiv aufgenommen. Der Dax stieg erstmals seit dem Frühjahr 2015 auf ein neues Allzeithoch.

mehr ...

Berater

BGH-Urteil: Blindes Unterschreiben des Zeichnungsscheins nicht “grob fahrlässig”

Liest sich ein Anleger nach einer Beratung den Text des Zeichnungsscheines vor Unterzeichnung nicht durch und erkennt deshalb nicht die Diskrepanz zwischen Beratung und schriftlichen Angaben, kann man ihm keine “grobe Fahrlässigkeit” vorwerfen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Plausibilitätsprüfung: Das meinen die Anwälte wirklich

Zum Thema Plausibilitätsprüfung durch Anlagevermittler halten sich hartnäckig grundlegende Missverständnisse. Schuld daran ist auch die verkürzte Kommunikation mancher Juristen.

Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Ausgleichsanspruch: LV-Kapitalzahlung keine “Einkunft aus Gewerbebetrieb”

Sollen Leistungen aus einer Lebensversicherung an die Stelle eines Ausgleichsanspruchs treten, darf die LV-Kapitalzahlung nicht den Einkünften aus Gewerbebetrieb zugeordnet werden. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil.

mehr ...