23. März 2017, 12:35
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Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

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Die langfristige Kreditnachfrage bei den Instituten ist unerwartet hoch.

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, erhielten die 474 interessierten Geldhäuser insgesamt 233,5 Milliarden Euro an EZB-Krediten. Das liegt deutlich über den Markterwartungen von im Mittel 110 Milliarden Euro. Die Spanne der von Analysten erwarteten Summen war allerdings sehr groß.

Langfristige Kredite wieder gefragter

Die Kreditrunde wurde unter Fachleuten mit Spannung erwartet. Denn nach einer weiteren geldpolitischen Lockerung durch die EZB sieht es zurzeit nicht aus. Im Gegenteil: Es mehren sich Stimmen unter den Notenbankern, die auf eine perspektivisch straffere Geldpolitik schließen lassen. Deshalb dürften viele Banken die Langfristkredite als letzte Gelegenheit gesehen haben, sich für einen langen Zeitraum billiges Zentralbankgeld zu besorgen.

Die Langfristkredite (TLTROs) haben eine Laufzeit von bis zu vier Jahren. Die Banken erhalten die Kredite zum Nullzins, abhängig von ihrer Kreditvergabe kann der Zins sogar negativ werden. In diesem Fall müssten die Institute also nicht nur keinen Kreditzins bezahlen, sondern erhalten sogar quasi eine Prämie. Wie die EZB bereits angekündigt hat, werden die Langfristkredite vorerst nicht fortgeführt. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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