Anzeige
17. Oktober 2017, 13:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Biotechnologie: Bakterien produzieren Rendite

Kaum eine Branche birgt ein so 
hohes Potenzial für Investoren wie Biotechnologie. Gleichzeitig zahlt sich 
aber nur ein sehr geringer Teil der Investitionen auch aus. Daher ist für Investoren schon die Auswahl von Fonds herausfordernd. Cash. gibt einen Einblick in das Segment.

Biotechnologie-pipette-shutterstock 443121763 in Biotechnologie: Bakterien produzieren Rendite

Biotechnologie-Fonds sind meist in medizinischen und pharmazeutischen Unternehmen investiert.

Wahrscheinlich sind es nicht die künstlich intelligenten Roboter, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren am stärksten verändern, sondern Bakterien und Pilze. Biotechnologie-Fonds versuchen, von dieser Entwicklung zu profitieren, dabei sind sie oft auf den medizinisch-pharmazeutischen Bereich der Branche fokussiert.

Die Marktkapitalisierung und auch der Nettogewinn der europäischen und amerikanischen Biotech-Unternehmen haben 2016 im Vergleich zu 2015 zwar abgenommen, dennoch ist die Branche gewachsen. Nach einer Statistik des Unternehmerberaters EY gab es 2016 vier Prozent mehr Unternehmen als im Vorjahr und 14 Prozent mehr Angestellte. Zudem seien die Einnahmen unbenommen eines schwierigen Jahres um sieben Prozent gestiegen und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um zwölf Prozent.

Positiver Einfluss von Trump

Auch 2017 sei bisher positiv verlaufen, trotz der politischen und regulatorischen Unsicherheit. Das bestätigt Michael Sjöström, Mitgründer und CIO von Sectoral Asset Management: “Biotechnologie hat sich seit Jahresbeginn gut entwickelt. Die Treiber waren Fusionen und Übernahmen. Hinzu kam, dass die Diskussion um die Regulierung der US-Arzneimittelpreise wieder ruhiger wurde.”

Auch der Einfluss der Präsidentschaft Donald Trumps sei positiv: “Insgesamt unterstützt die Regierung Donald Trumps Innovationen, insbesondere im Gesundheitsbereich. Darüber hinaus besteht ein geringeres Risiko signifikanter politischer Änderungen für die Arzneimittelpreise“, so Sjöström.

Das sind gute Nachrichten, denn eine starke Preisregulierung gehört auch nach Ansicht von Harald Kober zu den größten Risiken für Biotech-Investoren, Kober managt den Espa Stock Biotec der Erste Asset Management.

Unsicherheit schadet Branche

“Die größten Risiken für Biotech-Investoren sind ein Rückgang im verfügbaren Risikokapital eine strenge Preisregulierung, eine Kürzung der Medikamenten-preise sowie eine schwache Forschungspipeline, die wenig neue Medikamente und Therapien bedeutet”, so Kober.

Doch könnte Trump der Branche und damit auch Investoren mit der Unsicherheit schaden, die von seinem Regierungsstil ausgeht. “Sollte sich das Markt- und Börsenumfeld generell verschlechtern und die Risikoaversion zunehmen, wird es für Biotechnologie-Gesellschaften schwieriger, Kapital aufzunehmen, was jedoch dringend für Forschung und Entwicklung benötigt wird”, sagt Ivo Staijen Portfoliomanager des HBM Global Biotechnology Funds bei der HBM Partners AG.

Seite zwei: Pro und Kontra Biotechnologie

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...