12. Dezember 2017, 08:18
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Bitcoin ist an etablierten Finanzmärkten angekommen

Es sind auch Spekulationen auf Kursentwicklungen möglich – auch auf einen Wertverfall. In den vergangen Tagen hatte die Digitalwährung wegen der zunehmenden Nervosität vor dem Future-Start noch stärker geschwankt als zuvor.

Seit Mittwoch vergangener Woche wechselten die Notierungen für den Bitcoin zwischen rund 11.600 Dollar und 16.600 US-Dollar. Noch stärker waren die Ausschläge bei der Handelsplattform Coinbase, wo der Bitcoin am Donnerstagabend kurzzeitig fast 20.000 Dollar gekostet hatte.

Weitere Marktverwerfungen befürchtet

Die nach wie vor hohen Unterschiede der Notierungen auf verschiedenen Plattformen sind ein weiterer Beleg dafür, wie schwer einzuschätzen der Bitcoin-Markt ist. Am Montag sank der Abstand der verschiedenen Kurse etwas. Am Nachmittag lag die Differenz zwischen den Plattformen Coinbase und Bitstamp bei rund 400 Dollar. Am Morgen waren es zeitweise noch mehr als 1.000 Dollar und in den Tagen zuvor hatte es noch viel größere Abstände gegeben.

Viele Beobachter fürchten, dass es in den kommenden Tagen mit dem Start von Bitcoin-Finanzprodukten an weiteren etablierten US-Börsen zu neuen Marktverwerfungen kommen könnte. Kommende Woche will auch der weltweit größte Börsenbetreiber CME einen Bitcoin-Future einführen.

Warnung vor systemischen Risiken

Zu Jahresbeginn stand der Wert des Bitcoin noch bei 1.000 Dollar. Seither befindet er sich auf einer rasanten Rekordjagd, die sich in den vergangenen Monaten zunehmend beschleunigt hat und mit teils hohen Kursschwankungen einhergeht. Notenbanker und Experten warnen vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung. Auch führende Banker sind skeptisch.

Die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel hatte am Wochenende vor möglichen systemischen Risiken nach dem Future-Start gewarnt. Wenn die Internetwährung aus einer Nische in die etablierte Finanzwelt vordringe, berge das Gefahren.

“Die Preisentwicklung der Bitcoins erinnert an die großen Blasen der Wirtschaftsgeschichte, zum Beispiel an die Tulpenkrise. Solange die Spekulationen mit Eigenkapital finanziert sind, verlieren die Investoren im Falle eines Crashs zwar viel Geld, die Ansteckungsgefahren dürften aber begrenzt sein”, sagte Schnabel der “Welt am Sonntag”. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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