30. November 2017, 07:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Nobelpreisträger Stiglitz fordert Bitcoin-Verbot

Bitcoin hat einen weiteren berühmten Gegner: Joseph E. Stiglitz fordert, dass die Kryptowährung verboten wird. Der Wert in US-Dollar hat sich allein 2017 mehr als verzwölffacht, was besonders in den vergangen Wochen zu Blasenspekulationen geführt hat.

Stiglitz in Nobelpreisträger Stiglitz fordert Bitcoin-Verbot

Joseph E. Stiglitz: “Bitcoin sollte verboten werden.”

Joseph E. Stiglitz hat sich in einem Interview mit Bloomberg für ein Verbot der Kryptowährung Bitcoin ausgesprochen. Stiglitz ist Professor an der Columbia University sowie ehemaliger Chefökonom der Weltbank und bekannt für mehrere Beiträge zur Volkswirtschaftslehre, unter anderem Erkenntnisse zur Risikoaversion und zu Informationsasymmetrien sowie die Shapiro-Stiglitz Theorie über effiziente Löhne.

“Bitcoin ist nur aufgrund seines Potenzials zur Umgehung und der mangelnden Aufsicht so erfolgreich. Daher denke ich, dass man es verbieten sollte”, sagte Stiglitz in einem Bloomberg TV-Interview.

Bitcoin ist extrem volatil

Stiglitz äußerte noch mehr Kritik an der Kryptowährung: “Bitcoin erfüllt keine gesellschaftliche Funktion. Es ist eine Blase.” Würden Regierungen darauf hinweisen, dass Bitcoin allein wegen der mangelnden Regulierung so beliebt ist, würde der Wert rapide sinken.

Medien haben über die  Kryptowährung in den vergangenen Tagen wieder verstärkt berichtet, weil der Kurs einen Verlust von über 1.300 US-Dollar, (von über 7.300 US-Dollar auf unter 6.000 US-Dollar), innerhalb von vier Tagen wieder wettmachen konnte. Am Mittwoch überstieg der durchschnittliche Wert eines Bitcoins erst die 10.000 US-Dollar und wenige Stunden später die 11.000 US-Dollar Marke.

Ungelöste Kapazitäts-Probleme

Genau diese Volatilität wird von vielen Gegnern kritisiert. Dadurch eigne sich Bitcoin weder als Wertaufbewahrungs- noch Zahlungsmittel, zwei zentrale Eigenschaften einer Währung.

Die Aufmerksamkeit weckte auch eine interne Debatte der Bitcoin-Community. Derzeit sind mehrere zehntausend Transaktionsanfragen noch unbestätigt, weil die Kapazität einzelner Blöcke in der Blockchain und der Algorithmus nicht für den Erfolg der Währung ausgelegt sind. Die Struktur der Blockchain verlangt nach einer einheitlichen Lösung dieses Problems, die noch nicht gefunden wurde. (kl)

Foto: Georg Hochmuth

Weitere Beiträge zum Thema Bitcoin:

Erster Bitcoin-Investmentfonds Europas

Bitcoin spaltet sich doch nicht

Kryptowährungen: Wertsteigerung führt zu mehr Betrugsfällen

1 Kommentar

  1. die ezb fürchtet den bitcoin wegen seiner dezentralität! die macht des geldes muss dahin wo sie hingehört, zum erwirtschaftenden volk und nicht in die hände weniger manager die aus dem nichts geld erschaffen!

    Kommentar von usoh — 30. November 2017 @ 10:21

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...