Anzeige
10. November 2017, 11:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Deutsche sollten sich auf steigende Steuern einstellen”

Deutsche legen ihr Vermögen falsch an. Zinssparen ist ein Anachronismus, denn die Zinsen bleiben niedrig und die Aktienmärkte werden weiter steigen. Zudem sollten sich Anleger auf steigende Steuern einstellen. Gastbeitrag von Ufuk Boydak und Dr. Christoph Bruns, Loys AG.

 in Deutsche sollten sich auf steigende Steuern einstellen

Ufuk Boydak und Dr. Christoph Bruns, Fondsmanager und Mitinhaber der Loys AG.

Die Aktienmärkte werden ihren Aufwärtsbewegung fortsetzen, bei anziehenden konjunkturellen Wachstumsraten und der Gewissheit langfristig niedriger Zinsen. Hinzu kommen gute Unternehmenszahlen und eine reichliche Liquiditätszufuhr an den Eigenkapitalmärkten.

Unter den Unternehmen, die im Oktober ihre Bilanzen zum abgelaufenen dritten Quartal 2017 vorlegten, stachen einmal mehr die amerikanischen Wachstumsriesen Amazon und Alphabet hervor.

Zinssparer in mageren sieben Jahren

Der Online-Händler weitet seine Umsätze rasch aus und bedroht mittlerweile die Existenz zahlreicher Segmente im Einzelhandelsbereich, während Google eine dominante Werbemaschine geschaffen hat, die nebst starkem Werbewachstum auch monopolartige Renditen abwirft.

In Europa wurde unterdessen die Versicherung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, die Zinsen für lange Zeit niedrig zu halten, von den Börsen begrüßt. Zinsanleger sind also mitten in den biblischen sieben mageren Jahren.

Als ob die große Zinswende im Nachgang der Finanzkrise nicht erfolgt wäre, begeht man in Deutschland immer noch den sogenannten Weltspartag. Den Bürgern scheint gar nicht bewusst zu sein, dass es sich hier keineswegs um einen Welt-, sondern vielmehr um einen deutschen Spartag handelt. Und selbiger ist ein Anachronismus, denn das traditionelle Zinssparen erbringt heute außer Vermögensverlusten nur noch Mitleid.

Aktienanleger profitieren auch in den nächsten zehn Jahren

Derweil sind in Berlin die Koalitionsverhandlungen zwischen Union, FDP und Grünen in vollem Gange. Die Bürger tun gut daran, sich auf steigende Staatsausgaben und wohl auch Steuern (zum Beispiel Steuern auf Dieselkraftstoff) einzurichten. Das wird ihnen nicht schwer fallen, denn sie sind derlei ja seit Jahrzehnten gewohnt – ganz unabhängig von der jeweiligen Regierungskoalition.

Die Themen Abgabenentlastung und Beteiligung der Bevölkerung an der Wirtschaft durch geförderte Aktienanlage spielen in den Verhandlungen keine wichtige Rolle. Stattdessen werden die Energiewende, Eurorettung und Migrationskrise im Fokus der Beratungen stehen.

Aktienanleger stellen zwar nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung dar, dürfen sich aber über angemessene Wertentwicklungen freuen. Warum sich dies in den nächsten zehn Jahren ändern sollte, ist für uns nicht erkennbar.

Ufuk Boydak und Dr. Christoph Bruns sind Fondsmanager und Mitinhaber der Fondsgesellschaft Loys AG.

Foto: Loys AG

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Anleger in der Zwickmühle – Argentinien als Alternative?

Anleger stecken aktuell in einer großen Zwickmühle: Aktienmärkte im Sinkflug, europäische Leitzinsen weiter bei null Prozent und die Nachrichtenlage lässt viele Anleger skeptisch auf die Entwicklung der Märkte schauen. Zu Recht? Und was wären die Alternativen?

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

BVI: Studie bestätigt Kostentransparenz bei Fonds

Der deutsche Fondsverband BVI bewertet die jüngste ESMA-Studie zu Kosten und Wertentwicklung von Finanzprodukten für Privatanleger positiv.

mehr ...