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16. November 2017, 07:54
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“Die Trades, die am schwierigsten sind, machen dich reich.”

‘Unser System kauft erst dann, wenn die Kurse schon gestiegen sind.’ So könnte man stark vereinfacht ausdrücken, wie Investieren nach einem trendfolgenden Handelssystem funktioniert. Dazu gehört laut Leo Willert von Arts AM viel Disziplin, da dieser Ansatz unserer Intuition widerspricht.

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Leo Willert: “Das sklavische Umsetzen quantitativer Handelssignale bedarf großer Disziplin”

“Die Kunst beim Investieren ist nicht zu entscheiden, wann man kauft, sondern zu definieren, wann man wieder verkauft und dort einen disziplinierten Ansatz zu finden”, sagt Leo Willert, Geschäftsführer und Head of Trading bei Arts Asset Management, ein Unternehmen der C-Quadrat-Gruppe.

Geht es um den Einkauf, habe den größten Einfluss auf die Performance eines Portfolios, welche Assetklasse man zu welchem Zeitpunkt kauft. Betrachtet man die Zu- und Abflüsse von Kapital in  verschiedene Assetklassen, wird laut Willert deutlich, dass private Investoren immer zum falschen Zeitpunkt handeln. Diese Entscheidung übernimmt bei Arts ein trendfolgendes Handelssystem.

Momentum-Ansatz widerspricht Intuition

Das System investiert in Aktien, Aktienfonds, Anleihen, Anleihefonds und den Geldmarkt, der Trading Algorithmus ist wöchentlich. Trendfolgend bedeutet, dass das System nicht versucht, Trends zu antizipieren, sondern dann kauft, wenn sich bereits ein positiver Trend etabliert hat.

“Wir erwarten, dass wir Ergebnisse aus der Vergangenheit in die Zukunft extrapolieren können, ohne dabei vollständige Sicherheit zu haben”, so Willert.

“Hinter diesem Momentum-Ansatz steckt die empirisch bestätigte Beobachtung, dass die Wertsteigerung am Markt desto höher ist, je höher der Preis eines Assets bereits ist”, sagt Willert. Dieser Investment-Stil sei aus psychologischen Gründen schwer umzusetzen. Viel intuitiver sei der Value-Ansatz, nach dem dann investiert wird, wenn Titel besonders günstig sind, im Vergleich zu ihrem fundamentalen Wert.

Vertrauen in System nicht immer einfach

“Das sklavische Umsetzen quantitativer Handelssignale bedarf großer Disziplin”, sagt Willert, der sein Systems nach eigener Aussage noch nie überstimmt hat, denn das sei das Ende eines jeden quantitativen Ansatzes.

Am schwierigsten sei das Vertrauen in das System nach der Finanzkrise 2008 gewesen, als der Algorithmus wieder anfing, Aktien zu kaufen, nachdem die meisten Marktteilnehmer davon ausgingen, dass die Krise das Ende der etablierten Finanzsysteme bedeutete.

Doch: “Die Trades, die am schwierigsten sind, machen dich reich. Und nur ein kleiner Teil der Käufe und Verkäufe, macht einen Großteil der Performance aus. 80 Prozent der Gesamtperformance werden in zehn Prozent der Monate erwirtschaftet”, sagt Willert. (kl)

Foto: Jörg Böh

 

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