21. November 2017, 07:27
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Risiko Geldpolitik: Wie Sie Ihr Portfolio sichern können

Trotz der niedrigen Versicherungskosten bleibe fraglich, sich Versicherungen lohnen. “Zuletzt haben sich die Märkte nicht ausreichend stark bewegt, als schlechte Dinge passiert sind, um von einer Versicherung zu profitieren”, sagt Husain.

Wie stark reagieren die Märkte?

“Als beispielsweise Nordkorea eine Rakete über Japan geschossen hat, reagierte der Markt unbekümmert; als das Vereinigte Königreich dafür stimmte, die EU zu verlassen, war die Reaktion eine stärkere, hat aber nur etwa fünf Tage angehalten. Wir müssen damit umgehen, wie die Märkte tatsächlich reagieren, nicht damit, wie wir meinen, dass sie reagieren sollten.”

Doch im kommenden Jahr erwartet eine Husain eine andere Entwicklung: “Wir denken, dass es Risiken gibt, die eine gewisse Form an Versicherung benötigen, hauptsächlich die Zinsstraffungen der Zentralbanken und die Situation in Nordkorea.”

“Die fundamentalen Dinge, die Kunden möchten, bleiben die gleichen: Ertrag, Schutz gegen Abwärtsbewegungen und Diversifikation”, so Husain. “Ich glaube nicht, dass sich das jemals ändern wird.” Doch die üblichen Quellen von Ertrag und Sicherheit würden nicht mehr wie in der Vergangenheit funktionieren. “Das bedeutet, dass wir an unterschiedlichen Orten nach diesen Qualitäten Ausschau halten müssen”, so Husain.

Besser vorbereitet auf die nächste Krise?

Hinsichtlich der Frage, ob uns die letzte Finanzkrise womöglich besser auf die nächste vorbereitet hat, ist Husain zwiegespalten. Dagegen spreche, dass die nächste Krise fundamental anders sein werde.

“Die Welt arbeitet daran, die Kreditprobleme zu beheben, die für die vorherige Krise verantwortlich waren. Eine Folge davon ist aber, dass die Aufmerksamkeit von den möglichen Ursachen einer kommenden Krise weggeführt hat. Deshalb könnten wir in dieser Hinsicht unzureichend vorbereitet sein.”

Für eine verbesserte Vorbereitung spreche, dass die Erfahrung der letzten Krise die Welt stärker psychologisch gerüstet habe, mit der nächsten umzugehen. “In ihrer Antwort auf die letzte Krise haben die Regulierungsbehörden so viele Regeln gebrochen und so viele neue Dinge ausprobiert, dass sie einen legislativen Rubikon überschritten haben – sie haben einen Punkt hinter sich gelassen, an dem sie sagen würden: ‚Es gibt keinen Weg, das zu machen‘”, so Husain.

“Wenn die nächste Krise kommt, haben die Behörden nicht direkt die passenden Werkzeuge zur Verfügung, aber sie werden psychologisch vorbereitet sein, schneller angemessen zu handeln.” (kl)

Foto: Shutterstock

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