Künstliche Intelligenz: Riesige Investitionsmöglichkeiten

Künstliche Intelligenz ist überall. Sie ist mittlerweile Alltag und wird weiter an Raum gewinnen. Die Investitionsmöglichkeiten sind vielfältig. Die Naumer-Kolumne

Hans-Jörg Naumer, Allianz Global Investors
Hans-Jörg Naumer, Allianz Global Investors: „KI ist Teil unseres Alltags und wird Treiber unserer Zukunft sein.“

Dass Computer selbst Schachweltmeister matt setzen können, daran haben wir uns gewöhnt. Dass sie auch den Go-Weltmeister schlagen, war ein weiterer großer Schritt. Kurz darauf ging der Pokal des weltbesten Poker-„Spielers“ ebenfalls an einen Computer (besser gesagt: den dahinter liegenden Algorithmen).

Diese Entwicklung kann nur als rasant beschrieben werden: Sind die Spielzüge beim Schach noch vergleichsweise überschaubar – zumindest für ein Computer-Hirn – so gibt es bei dem chinesischen Brettspiel Go mehr Spielzüge als Atome im Weltall. Interessant dabei: Die Maschine gewann nicht durch die Vorausberechnung dieser Spielzüge, sondern durch eine Finte. Das erinnert an künstliche Intelligenz.

KI ist in unserem Alltag bereits angekommen

Die hinter der künstlichen Intelligenz stehenden Programme und Algorithmen sind bereits heute Teil unseres Lebens. Sie heißen „Siri“ (Apple), „Cortana“ (Microsoft), „Echo“ (Amazon) oder „Google Translate“ und wollen uns das Leben erleichtern. Sie basieren auf Schaltkreisen, deren Rechenleistung, anders als beim menschlichen Gehirn, unbegrenzt ausgebaut werden kann. Und sie werden mit Daten gefüttert.

Abgesehen von „Siri“ und ihren Freunden steckt „KI“ (englisch „AI“ für „Artificial Intelligenz“) längst in vielen Alltagsanwendungen: Social Media-Plattformen, die Informationen filtern, Videoanalysen zur Sicherheitsüberwachung, Anwendungen im Gesundheitssektor (so führt eine indische Firma heute schon Tag für Tag bis zu 100.000 Diagnosen mit AI durch), Algorithmen, die Sportberichte oder Unternehmensanalysen verfassen, … ja selbst juristische Stellungnahmen werden von AI angefertigt mit Datenbanken im Hintergrund, die kaum noch von Menschen durchforstet werden könnten.

Smart Home als Zukunfts-Vision

KI ist unser Alltag. AI ist unsere Zukunft. Bis 2020 sollen im „Internet der Dinge“ („Internet of Things“) bis zu 50 Milliarden Objekte vernetzt sein, die alle fortlaufend auswertbare Daten liefern. „Smart Home“ – das vernetzte Zuhause, bei dem der Kühlschrank für Nachschub sorgt, wenn der Vorrat zur Neige geht – oder auch das selbstfahrende Auto sind die Stichworte aus unserer Alltagsanwendung dazu. Aber nicht nur da. KI steckt auch hinter jener Entwicklung die „Industrie 4.0“ oder auch „4. Industrielle Revolution“ genannt wird.

Seite zwei: Die technologische Infrastruktur

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