Anzeige
19. Januar 2017, 07:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wall Street vor politischen Unsicherheiten

Jeremy Lawson, Chefvolkswirt von Standard Life Investments, sieht mit der Ernennung von Donald Trump eine starke Änderung in den weltweiten politischen Beziehungen voraus.

Wall-Street in Wall Street vor politischen Unsicherheiten

Aktuell zittert die Wall Street vor Donald Trump.

Der kommende US-Präsident erbe eine positive ökonomische Ausgangsbasis. Bereits vor der Wahl hätten Volkswirte von Standard Life Investments viele Anzeichen dafür gefunden, dass sich das Wirtschafts­wachstum global verbessert habe. Stärkeres nominales Wirtschaftswachstum bedeute zugleich eine Rückkehr zu einem Wachstum der Unternehmensgewinne. Das britische Investment­haus geht davon aus, dass sich dieses in den nächsten zwölf Monaten weiter verbessert.

Viele Punkte noch unklar

Ob das erste Jahr der Trump-Präsidentschaft diese Trends weiter verstärke oder es zu einem Richtungswechsel komme, hänge von einer Reihe von Faktoren ab: Wird die Fiskalpolitik so locker wie alle erwarten? Wird Präsident Obamas innenpolitische Agenda zurückgebaut? Und kommt es zu einer Neuorientierung der amerikanischen Außen- und Handelspolitik?

Chefvolkswirt Jeremy Lawson: “Die kurzfristigen Wachstumsaspekte des von Donald Trump versprochenen Politikpakets wurden von den Investoren nach der enttäuschenden Erholung der Wirtschaft von der Finanzkrise begrüßt. Die Rückkehr der republikanischen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat sollte dazu beitragen, die politische Stagnation in Washington zu verringern. Dies betrifft insbesondere eine expansive Fiskalpolitik, bei welcher der Präsident und seine Partei am stärksten miteinander übereinstimmen.

Ein fiskalpolitischer Impuls von mehr als 1,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2018 ist möglich. Dies könnte das Wirtschaftswachstum auf mehr als 3,0 Prozent anheben. Damit würde das Wachstum um fast einen ganzen Prozentpunkt über unseren Prognosen ohne Stimulus liegen. Als Reaktion würde ein stärkeres Wachstum in den USA die Importnachfrage der USA für Güter aus dem Rest der Welt erhöhen und auch dem künftigen Wachstum einen Schub vorwärts geben. Wahrscheinlich würde dies auch höhere Leitzinsen der US-Notenbank mit sich bringen.”

Seite zwei: Freihandel in Gefahr

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...