Anzeige
28. Juli 2017, 12:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie Zinsen und Dividenden das Vermögen mehren

Trotz schwieriger Lage an den Kapitalmärkten gibt es nach wie vor Möglichkeiten, insbesondere mit den Ausschüttungen von Unternehmen Erträge zu erzielen. Allerdings wird sowohl der Zinseszinseffekt als auch die Bedeutung steigender Dividendenzahlungen von vielen Anlegern unterschätzt, findet Florian Bohnet von der DJE Kapital AG.

Florian-Bohnet-DJE-Kopie in Wie Zinsen und Dividenden das Vermögen mehren

Florian Bohnet, DJE Kapital: “Mit der Zeit kann der üblicherweise stabilisierende Dividendeneffekt die volatile Wertentwicklung einer Aktienanlage dominieren.”

Albert Einstein hat auf die Frage nach der stärksten Kraft im Universum einmal geantwortet, es sei der Zinseszins. Wenngleich der Zinseszinseffekt leichter zu verstehen sein mag als die meisten seiner Errungenschaften der theoretischen Physik, scheint dem Gros der Anleger nicht bewusst zu sein, dass Zinsen und Dividenden langfristig einen zentralen Beitrag zur Vermögensmehrung liefern. Dividendenstrategien sind allein schon deshalb zeitlos, weil sie gewissermaßen eines der ursprünglichsten Motive beim Investieren darstellen: Die Beteiligung am Unternehmenserfolg.

Interessant werden Dividenden dadurch, dass sich die Gewinnausschüttungen erfolgreicher Unternehmen im Laufe der Zeit erhöhen können. Somit können Dividenden im Vergleich zum klassischen Zinseszinseffekt, mit in der Regel konstanten Zinsen wie bei Anleihen, langfristig eine noch größere Wirkung entfalten. Mit der Zeit kann der üblicherweise stabilisierende Dividendeneffekt die volatile Wertentwicklung einer Aktienanlage dominieren.

Dividendenrendite von 2,7 Prozent im Dax

Aktuell beträgt die Dividendenrendite der 30 Dax-Unternehmen für das laufende Jahr etwa 2,7 Prozent vor Steuern. Das ist die Rendite, die ein Aktionär zum heutigen Zeitpunkt erhält, wenn er alle Dax-Titel kauft und deren Dividenden kassiert. Im historischen Vergleich ist das kein besonders hoher Wert und auch im Ländervergleich durchschnittlich. Führt man sich aber vor Augen, dass die Dividende mit der Zeit wächst und auch die volatilen Aktienmärkte auf lange Sicht in der Tendenz steigen, ist es entscheidend, die Verzinsung auf den Einstandskurs, also das investierte Kapital, zu rechnen.

Dividendenzahlungen besser prognostizierbar

Ein Dax-Index-Investment vor zehn Jahren zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, kurz vor Ausbruch der Finanzkrise, hätte damals eine Dividendenrendite von 2,45 Prozent gebracht. Auf einen Anlagebetrag von 1.000 Euro hätte ein Investor vor zehn Jahren also 24,50 Euro an Dividendenzahlungen erhalten. Diese jährliche Zahlung wäre bis 2017 mit seltenen, kleinen Rückgängen auf etwa 42 Euro angewachsen. Auf den Kaufpreis von 1.000 Euro gerechnet entspräche das einer Rendite von immerhin 4,2 Prozent. Dividendenzahlungen sind erfreulicherweise gegenüber Kursentwicklungen besser prognostizierbar, weil sich die Geschäftsentwicklung eines Unternehmens einfacher analysieren lässt als das volatile Börsenumfeld, aber auch, weil die Unternehmenslenker über ihre Ausschüttungspolitik die Dividendenzahlungen glätten können.

Seite zwei: Rendite auf Unternehmensausschüttungen klettert im Zeitverlauf

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Umbauten am Haus: Anpassung der Police nicht vergessen

Wer am eigenen Heim Umbauten vornimmt, sollte an die Konsequenzen für die Wohngebäudeversicherung denken. Ansonsten könnte es im Schadensfall böse Überraschungen geben. Die Gothaer gibt Tipps, worauf Immobilieneigentümer achten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Wer die Finanzmärkte verstehen will, muss politisch denken

In den Print- und TV-Medien wird dramatisch mit viel Blut, Schweiß und Tränen gearbeitet. Man weiß natürlich, dass sich schlechte Nachrichten immer besser als gute verkaufen. Sie sorgen für Klicks und Quoten und locken Werbepartner an wie Licht die Mücken. Theoretisch bieten auch Kriegsangst, Zollangst und Zinsangst beste Drehbücher für den Zusammenbruch an den Finanzmärkten. Tatsächlich werden sie von nach Aufmerksamkeit heischenden Dramaturgen liebend gern benutzt. Aber sind sie in der Praxis wirklich untergangstauglich? Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia gibt weiteren Publikumsfonds in den Vertrieb

Die Patrizia GrundInvest hat den Vertrieb ihres siebten Publikumsfonds gestartet. Er investiert in einer deutschen Tourismusregion. Zudem kündigt das Unternehmen vier weitere alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger noch für dieses Jahr an.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...