26. Februar 2018, 07:12
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Fünf Mythen über Anleihen

Die laufende Rendite des Index für Schwellenländeranleihen in Lokalwährung beträgt sechs Prozent – doch Argentinien notiert bei über 16 Prozent, während Ungarn gerade einmal ein Niveau von 1,2 Prozent verzeichnet.

Deshalb ist es besonders wichtig, selektiv vorzugehen, um von den sich bietenden Chancen zu profitieren und Risiken zu vermeiden. Gegenwärtig favorisieren wir Länder mit hohen realen Renditen mit dem Potenzial für eine weitere Komprimierung – wie Indonesien und Russland. Länder, in denen die Notenbanken hinter der Kurve liegen, schätzen wir weniger positiv ein.

Auch haben wir Vorbehalte gegenüber den Anleihenmärkten von Ländern, wie beispielweise der Tschechischen Republik, in denen das Risiko besteht, dass steigende Renditen der Industrieländer negative Auswirkungen nach sich ziehen könnten.

5. Mythos: Auf die Verzinsung kommt es an

Geht es bei Anleihen nicht nur um regelmäßige Erträge? Der englische Begriff “Fixed Income” hat ja schon “Income”, also die regelmäßigen Ausschüttungen, im Namen. Bisher war dem auch so und Investoren erhielten beständige fünf bis sechs Prozent aus der Verzinsung ihrer festverzinslichen Wertpapiere. Doch präsentiert sich uns heute ein komplett anderes Bild.

Um im diesjährigen Marktumfeld positive Erträge zu erwirtschaften müssen Investoren einerseits Kursgewinne generieren und andererseits Kursverluste vermeiden. Das spätzyklische Umfeld wird eher idiosynkratrischer Natur sein, das heißt einige Werte sind mit größerem Risiko behaftet als andere. So ist zu erwarten, dass Anleger selektiver vorgehen müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen.

Angesichts der Herausforderungen, die durch das Ende der lockeren Geldpolitik der globalen Notenbanken zu erwarten sind, sollten alle Anleihenmarktsegmente in die Allokation einbezogen werden. Mittels eines benchmarkunabhängigen Ansatzes lässt sich dann von möglichst vielen Chancen aus dem gesamten Anlageuniversum profitieren.

Nicholas Gartside ist International Chief Investment Officer der Fixed Income, Currency and Commodity Group von J.P. Morgan Asset Management

Foto: Shutterstock

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