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11. Oktober 2018, 16:19
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Eine Anpassung, nicht das Ende der Hausse

Wall Street rutschte am Mittwoch tief in die roten Zahlen, als alle bedeutenden US-Aktienmarktindizes mehr als drei Prozent schwächer schlossen – der S&P
 500 verlor 3,3 Prozent, der Dow Jones Industrial Average 3,15 Prozent und der Nasdaq 4,1 Prozent. Im Laufe der letzten Woche ging der S&P um insgesamt 4,8 Prozent zurück.

Eine Anpassung, nicht das Ende der Hausse

Nach den jüngsten Kursverlusten bei US-Aktien blicken die Investoren noch stärker auf die Wall Street als sonst.

Das ist zwar ein erhebliches Minus, jedoch sollten Anleger den Kontext beachten: Der S&P 500 hat im 3. Quartal fast acht Prozent zugelegt und seit Jahresbeginn insgesamt 5,8 Prozent. Die UBS nennt aus ihrer Sicht die Gründe für die massiven Verkäufe:

Erstens sind Aktien nach dem Zinsanstieg in jüngster Zeit nun vergleichsweise weniger attraktiv. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries ist in den letzten sechs Wochen um über 40 Basispunkte (Bp.) und allein im Oktober um 20 Bp. gestiegen, da der Markt aggressivere Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) als bislang eskomptiert.

Zum Vergleich: Im Januar stieg die 10-jährigen Rendite auch um 40 Bp. – ein Katalysator für die Marktkorrektur Anfang Februar – und stabilisierte sich dann über einen Zeitraum von sechs Monaten. Für uns ist dabei wichtig, dass die 10-jährige Rendite bei der heutigen Verkaufswelle am Markt sank und daher im Portfolio immer noch als stabilisierendes Element funktionierte.

Zweitens könnte es sein, dass US-Aktien die potenzielle Belastung der Gewinne durch die Zölle erst jetzt mit Verspätung berücksichtigen.

In den vergangenen Tagen haben einige stark vom Handel mit China abhängige Unternehmen geschildert, dass sich die Zölle durch höhere Kosten und
eine schwächere Nachfrage allmählich negativ auf ihr Geschäft auswirken.

Die US-Aktienmärkte haben sich im Vergleich zu anderen globalen Aktienmärkten trotz der zunehmenden Handelsspannungen gut behauptet, sind aber anfällig für Rückschläge, wenn deutlicher sichtbar wird, welchen Preis die Zölle haben.

Seite zwei: Steigende Zinsen schüren Bedenken

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