8. November 2018, 12:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Endlich: Entwurf der neuen FinVermV ist da

Mit einer Verspätung von mehreren Monaten liegt nun endlich der erste Referentenentwurf für die neue Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) für den freien Vertrieb vor. Demnach kommt unter anderem die Pflicht der Finanzdienstleister zur Aufzeichnung von Telefonaten.

Endlich: Entwurf der neuen FinVermV ist da

Nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums von Minister Peter Altmaier (CDU) soll die neue FinVermV ohne Übergangsregelung eingeführt werden.

Mit der neuen Verordnung sollen die Regelungen der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II, die bereits Anfang 2018 in Kraft getreten ist, nun auch für den freien Vertrieb mit Zulassung nach Paragraf 34f Gewerbeordnung umgesetzt werden.

Der Entwurf mit Datum von gestern (7. November) stammt aus dem Ministerium für Wirtschaft und Energie von Minister Peter Altmaier (CDU). Er umfasst inklusive Begründung 22 Seiten und fasst große Teile der FinVermV neu.

Pflicht zur Telefonaufzeichnung

Neben neuen Vorschriften zur Aufklärung des Anlegers über die Risiken und Kosten einer Anlage sowie dem bereits erwarteten Ersatz des Beratungsprotokolls durch eine “Geeignetheitserklärung” sieht der Entwurf unter anderem die Verpflichtung vor, dass der Finanzdienstleister Telefongespräche mit dem Kunden aufzeichnen muss.

“Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, zum Zwecke der Beweissicherung die Inhalte von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation aufzuzeichnen, sobald sie die Vermittlung von oder Beratung zu Finanzanlagen im Sinne des Paragraf 34f Absatz 1 Satz 1 der Gewerbeordnung betreffen”, heißt es dazu in dem Entwurf.

Seite 2: Erste Einschätzung von Martin Klein

Weiter lesen: 1 2 3

2 Kommentare

  1. Selbstverständlich ist auch das erneut ein Eingriff in die Vergütung, es werden erneut immense Kosten bei den Vermittlern verursacht, die diese nicht auf ihre Dienstleistungen umlegen können, wie es absolut jeder Unternehmer machen kann. Stattdessen schwingt man parallel kontinuierlich die Deckelungskeule, und schränkt die Einkünfte Selbstständiger Unternehmer beispielslos In Deutschland und garantiert Verfassungswidrig ein

    Eine Frechheit was sich die Politik hier leistet

    Kommentar von Heinz-Bert Müssig — 9. November 2018 @ 13:16

  2. Ich finde den Vorschlag sehr gut, den die Kunden wissen Morgen in der Masse nicht mehr was Sie gestern gesagt haben.
    Leider ist die Protokollierung bei den Kunden noch nicht angekommen, denn viele weigern sich das Protokoll zu unterschreiben und warum klar dann ist schwarz auf weiß was gesprochen wurde.

    Kommentar von Dieter Schmitt Finanz Exklusiv UG — 9. November 2018 @ 09:29

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...