11. Januar 2018, 08:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Geopolitische Entspannungssignale

Für Michael Beck vom Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger hat Donald Trump zuletzt gar nicht so unüberlegt agiert, wie ein jüngst veröffentlichtes Enthüllungsbuch suggeriert.

Michael-Beck in Geopolitische Entspannungssignale

Michael Beck, Leiter Asset Management, Bankhaus Ellwanger & Geiger

Es ist erstaunlich, dass auch in Zeiten der Digitalisierung ein Buch es schafft, eine ganze Nation in Aufruhr zu versetzen. So vergangenes Wochenende, als in den USA die vorgezogene Veröffentlichung eines Enthüllungsbuches mit pikanten Details aus dem Weißen Haus sämtliche Diskussionsforen und politischen Talkshows beherrschte. Nun werden wieder vermehrt Zweifel an der geistigen Befähigung des 45. US-Präsidenten zur Ausfüllung seines Amtes geäußert.

Bereitschaft für direkte Gespräche mit Nordkorea

Dabei hat Donald Trump doch jüngst, vielleicht gerade wegen dieser Zweifel, einmal etwas sehr Vernünftiges geäußert. Nämlich seine Bereitschaft, direkte Gespräche mit seinem bevorzugten Feind Kim Jong-un zu führen. Zumindest werden diese Gespräche seit langer Zeit wieder einmal direkt zwischen Nord- und Südkorea geführt. Nordkorea kündigte an, eine Mannschaft zur im Nachbarland stattfindenden Olympiade zu entsenden, und die Gespräche sollen sogar auf militärische Themenbereiche ausgedehnt werden, um zu einer ausgeprägten Entspannung zwischen beiden Ländern zu gelangen.

Fortgesetztes Weltwirtschaftswachstum

Es handelt sich hierbei um eine erste veritable Überraschung des neuen Jahres, die zur ohnehin guten Stimmung an den internationalen Aktienmärkten beiträgt. Darüber hinaus stehen die Zeichen auf fortgesetztes Weltwirtschaftswachstum, und wenn sich belastende geopolitische Risiken zum Guten wenden, kann dies nur zusätzlich unterstützend wirken.

Speziell in Deutschland stampft die Konjunkturlokomotive mit Höchstgeschwindigkeit voran und scheint die Geschwindigkeit im neuen Jahr halten zu können. Einzig ein sich abzeichnender Arbeitskampf im Metallgewerbe könnte die Stimmung etwas eintrüben. Bis auf Weiteres jedoch stehen die Zeichen auf “Hausse”, auch wenn das Tempo ein wenig nachlassen dürfte.

Michael Beck ist Leiter Asset Management beim Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Foto: Thomas Bernhardt

Ihre Meinung



 

Versicherungen

EUROPA: Neuer Premium-Tarif in der Risiko-Lebensversicherung

Die EUROPA erweitert zum 1. Juli ihren Premium-Tarif in der Risiko-Lebensversicherung. Eine Marktneuheit ist dabei ein Baustein, der die Pflege von Angehörigen berücksichtigt. Zusätzlich führt die EUROPA einen neuen Partnerschutz ein und bietet deutlich höhere Leistungen beim Kinder-Bonus.

mehr ...

Immobilien

Mietendeckel: Investitionen brauchen Planungssicherheit

Zwischen statistischem Bundesamt und Immobilienverbänden brodelt es gewaltig. Streitpunkt heute: Wie die hoch die Anzahl der Baugenehmigungen ist. Was Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, dazu meint.

mehr ...

Investmentfonds

SpVgg Unterhaching: Fußball-Aktie kann gezeichnet werden

Der SpVgg Unterhaching ist nun offiziell an der Börse notiert. Fußballfans können die Aktien für 8,10 Euro zeichnen. Welchen Beitrag Käufer damit für die Entwicklung des Münchener Traditionsclubs leisten.

mehr ...

Berater

Intrapreneur: Reizen Aktien Mitarbeiter zu mehr Unternehmertum an?

Ergebnisse der Global Equity Insights Survey 2019 zeigen, dass die Verbreitung langfristiger variabler Vergütung  auch auf niedrigeren Hierarchieebenen voranschreitet. Wieso sich Märkte und Unternehmen nun langfristigen Bindungen durch Aktienplänen öffnen.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

Brexit: Aus für die “deutschen Limiteds”?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen.

mehr ...