Gold in der Krise?

Hat Gold seinen Status als Krisenwährung und Stabilitätsgarant im Portfolio verloren? Trotz Handelskrieg, ungelöster politischer Konflikte und Negativzinsen fällt der Goldpreis seit Wochen. Warum Anleger trotzdem auf das Edelmetall im Portfolio setzen sollten:

Trotz des Wertverlustes in den vergangenen Monaten eignet sich Gold als Krisenwährung, sagen Ellwanger & Geiger.

Ein starker Dollar und die Aussicht auf höhere US-Zinsen, Konkurrenz von Kryptowährungen oder einfach mangelndes Vertrauen in das Edelmetall? Der aktuelle Negativtrend des Goldpreises stellt Experten weltweit vor die Frage nach den Ursachen. Der Goldpreis stürzte seit Februar 2018 von 1.360 auf einen vorläufigen Tiefpunkt von unter 1.180 Dollar pro Feinunze ab.

Gold hat Bedeutung nicht verloren

„Ob als Inflationsschutz oder zur Anlage – seine Bedeutung im Portfolio hat das Edelmetall nach wie vor nicht verloren“, sagt jedoch Andreas Rapp, Leiter Private Banking Ellwanger & Geiger.

So habe es immer wieder Zeiten von Kursschwankungen gegeben, die dem Status von Gold langfristig nicht geschadet hätten – wie beispielsweise beim Ausbruch der Finanzkrise 2007/2008. Damals sei der Goldpreis zunächst gesunken, bevor er zu einem rasanten Anstieg angesetzt habe.

Gerade weil Gold nicht beliebig vermehrt oder gar entwertet werden könne, helfe es, das Portfolio zu diversifizieren, insbesondere in Zeiten von Negativzinsen.

So können Sie in Gold anlegen

Neben dem traditionellen Kauf von Goldmünzen und Goldbarren gebe es dafür mehrere Möglichkeiten. „Eine Lösung sind Wertpapiere, die einen entsprechenden Gegenwert in Gold verbriefen“, sagt Andreas Rapp.

Diese könnten ins Depot eingebucht werden. Lagerkosten und Risiken für das physische Gold würden dadurch entfallen und erst bei Auslieferung müsse sich der Anleger um eine sichere Aufbewahrung kümmern.

Eine indirektere Variante sei, in Goldminenaktien zu investieren. Hier seien jedoch ein aktives Management und taktische Investitionsstrategien nötig, da diese über lange Zeit hinweg nicht an die Wertentwicklung des physischen Goldes herankommen würden.

Foto: Shutterstock

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