16. August 2018, 06:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Was Sie vor dem Goldkauf wissen müssen

Gold hilft selten, die Rendite eines Portfolios zu steigern, dennoch sollten Anleger nicht darauf verzichten. Das hat mehrere Gründe. Investoren sollten aber vor dem Kauf wissen, welche Anlageform von Gold für ihre Wünsche am besten geeignet ist. Gastbeitrag von Dominik Lochmann, ESG

Dominik Lochmann 11 in Was Sie vor dem Goldkauf wissen müssen

Dominik Lochmann: “Um das Vermögen zu diversifizieren und so etwaige Risiken gering zu halten, empfiehlt es sich, etwa zehn bis 20 Prozent des eigenen Kapitals dauerhaft in Gold zu investieren.”

Menschen investieren nicht in Gold, um reich zu werden, sondern um nicht arm zu werden. Das Ziel ist ein robustes Portfolio. Gold ist stabil, weil es seit Jahrtausenden weltweit als Tausch- und Zahlungsmittel eingesetzt wird und seine Menge begrenzt ist.

Im Gegensatz zu staatlichen Währungen lässt es sich nicht endlos vermehren, was einen abrupten Wertverlust unwahrscheinlich macht. Hinzu kommt, dass physisches Gold unabhängig von Banken und Regierungen halten können.

Stabiler Goldwert

Dass der Wert stabil ist, demonstriert auch die momentane Entwicklung. Schon seit dem Ende der Eurokrise gibt es keine dauerhaften Auf- und Abwärtstrends des Goldpreises mehr, höchstens wenige, kurzfristige Schwankungen. Politische und wirtschaftliche Nachrichten beeinflussen den Kurs lange nicht mehr so stark wie noch vor einigen Jahren.

Wie sich der Goldkurs entwickelt, lässt sich dennoch kaum zuverlässig prognostizieren. Zu viele Faktoren wirken auf die Preisgestaltung ein. Neben den klassischen Marktregeln von Angebot und Nachfrage dirigieren die kurz- und langfristigen Absichten von Spekulanten den Börsenwert. Edelmetall wird nur in geringem Maße physisch gehandelt, sodass Großinvestoren den Preis durch Options und Termingeschäfte beeinflussen können, um einen höheren Profit zu erzielen.

Zwei Wege, in Gold zu investieren

Es gibt zwei Möglichkeiten, in Gold anzulegen: Für eine kurzfristige Investition hat sich Papiergold in Form von Aktien, Fonds und Zertifikaten bewährt. Jedoch kommen meist Aufschläge, laufende Verwaltungskosten und Gebühren auf Anleger zu, die die Rendite schmälern und unter Umständen direkt an den Erfolg der Investition gekoppelt sind.

Bei der Wertentwicklung spielt zudem nicht nur die Nachfrage nach Gold eine Rolle, sondern ebenfalls politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Liquidität des Emittenten. Auch wenn diese Anlageprodukte liquide sind, sind sie komplexer und machen es so schwieriger, Nutzen, Kosten und Risiken einzuschätzen.

Seite zwei: So bleibt der Goldverkauf steuerfrei

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Gold ist schon seit Jahren nicht mehr Mehrwertsteuerpflichtig

    Kommentar von Schmid Wolfgang — 17. August 2018 @ 10:13

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Cybercrime: Keine Angst vor “Emotet”

Der Trojaner „Emotet“ gilt als die derzeit gefährlichste Cyberbedrohung für Unternehmen weltweit. Denn ein Emotet-Angriff ist besonders tückisch: Hat dieser Virus einmal den Weg auf einen Rechner gefunden, können Hacker weitere Schadsoftware beliebig oft nachladen. Die Sorge bei vielen Unternehmen ist daher groß. Dabei kann man sich mit geeigneten IT-Sicherheitslösungen sehr gut vor dem Angreifer schützen, sagt Clemens A. Schulz von Rohde & Schwarz Cybersecurity.

mehr ...

Immobilien

Auch ohne Eigenkapital zum Traumhaus?

Noch nie waren die Zinsen so niedrig wie zurzeit und viele Deutsche möchten sich die günstigen Konditionen sichern – auch ohne Eigenkapital. Doch so verlockend eine Vollfinanzierung klingt, zukünftige Eigenheimbesitzer müssen bei dieser Variante auch die Nachteile berücksichtigen.

mehr ...

Investmentfonds

Banken: “Kein massiver Verkauf von Kryptowerten an Kunden”

Vor wenigen Tagen wurden im Zuge des Umsetzungsgesetzes der 4. Geldwäscherichtlinie auch Maßnahmen zur Regulierung von Krypto-Geschäften durch den Bundesrat beschlossen. Im Kreditwesengesetz (KWG) ist nun das neue Finanzinstrument „Kryptowert“ definiert, gleichzeitig wurde ebenfalls als neue Finanzdienstleistung die Kryptowerte-Verwahrung in das Gesetz aufgenommen. Krypto-Verwahrer benötigen eine Bafin-Lizenz und müssen ihre Kunden nach dem Geldwäschegesetz so identifizieren, wie dies auch Banken tun. Nicht jede Bank wird sich in neues Geschäftsfeld trauen.

mehr ...

Berater

No Time to Wait: Fonds Finanz setzt jetzt auf Filme

Der Maklerpool Fonds Finanz hat die Waeis Filme GmbH gegründet. Sinn und Zweck sei die Etablierung der Bewegtbildproduktion als eigenständiges Geschäftsfeld und dessen Ausbau. Die Geschäftsführung übernehmen die langjährigen Fonds-Finanz-Mitarbeiter Dominik Wasik und Anton Leis gemeinsam mit Norbert Porazik und Markus Kiener.

mehr ...

Sachwertanlagen

KVG-Erlaubnis schon kurz nach dem Start

Die Finanzaufsicht BaFin hat der Five Quarters Real Estate AG aus Hamburg die Erlaubnis als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) und damit zur Auflage von alternativen Investmentfonds (AIFs) erteilt. Das Unternehmen wurde gerade erst gegründet.

mehr ...

Recht

Haus ohne Grundstück: Warum das Erbbaurecht mit Vorsicht zu genießen ist

Ein Kaufinteressent findet ein Angebot, das fast zu schön ist, um wahr zu sein. Ein signifikant günstigeres Angebot verglichen mit den Marktpreisen und versehen mit dem Hinweis: Erbbaurecht. Aus diesem Vermerk ergeben sich eine Reihe von Fallstricken, die Kaufwillige unbedingt kennen sollten, bevor sie ein Objekt mit Erbbaurecht erwerben. Timo Handwerker, Spezialist für Baufinanzierungen bei Dr. Klein in Hagen, kennt die Probleme genau.

mehr ...