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17. Dezember 2018, 12:33
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Ifo: Skepsis über Euroreformen überwiegt

Die Mehrheit der deutschen Ökonomen sieht die Reformen der europäischen Währungsunion negativ. Nur eine Minderheit glaubt, dass die Eurozone dadurch krisenfester ist. Dies sind zwei der Ergebnisse des Ifo Ökonomen-Panels in Zusammenarbeit mit der “FAZ”.

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Nur 20 Prozent der vom Ifo Institut befragten Ökonomen glauben, dass die Reformen der europäischen Währungsunion den Euro krisenfester machen.

Deutsche Ökonomen sind skeptisch gegenüber den Reformen der europäischen Währungsunion, die EU-Staats- und Regierungschefs gerade beschlossen haben. Das ist eines der Ergebnisse des Ifo Ökomonen-Panels, einer Umfrage des Ifo Instituts und der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Von 124 Professoren seien 56 Prozent unzufrieden mit den Reformen und 29 Prozent zufrieden, der Rest sei unentschlossen.

Unabhängiges Gremium für glaubhafte Sanktionen fehlt

“Viele europäische Länder verschulden sich weiterhin zu stark”, kritisiert Niklas Potrafke, Leiter des Ifo Zentrums für öffentliche Finanzen. “Der Rat der europäischen Finanzminister soll Defizitsünder bestrafen, doch sitzt in diesem Rat eben auch der Finanzminister, dessen Heimatland die Maastricht-Kriterien nicht erfüllt hat. Man bräuchte ein unabhängiges Gremium, das glaubhaft sanktionieren kann.” Viele Ökonomen vermissen laut der aktuellen Umfrage eine wirksame Durchsetzung der Maastricht-Haushaltsregeln.

Nur ein Fünftel der Befragten glaubt zudem, dass die Währungsunion durch die Beschlüsse krisenfester ist. Eine relative Mehrheit befürwortet den Ansatz, den 14 deutsche und französische Ökonomen Januar vorgestellt haben, in der Währungsunion mehr Risikoteilung und mehr Marktdisziplin in Einklang zu bringen. Zu den Volkswirten gehörte auch Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Fehlanreize durch europäische Arbeitslosenversicherung

Die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung, die manche Länder wünschen und die Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) auch befürwortet, sehen 60 Prozent der Ökonomen skeptisch, sie fürchten Fehlanreize.

Seite zwei: “Vorschläge kranken an politisch begründetem Unvermögen”

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