9. Februar 2018, 13:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

2018 wird herausfordernd

Die aktuelle Verkaufswelle basiert auf der Sorge vor höherer Inflation, höheren Zinsen und einem schwächeren Wirtschaftswachstum. Auch wenn Sie nicht der Beginn einer nachhaltigen Marktschwäche ist, hat sie das Vertrauen der Anleger beschädigt. Ein Gastbeitrag von Dave Lafferty und Esty Dwek Roditi, Natixis Investment Managers

Boerse-dax-kurse-crash-chart-stock-market-shutterstock 212530915 in 2018 wird herausfordernd

Einige Anleger sind sich unsicher, ob sich der Abschwung der vergangenen Tage oder der Aufschwung der vergangenen Monate an der Börse fortsetzen wird.

Der Markt sorgt sich nicht per se um höhere Zinsen. Man befürchtet vielmehr, dass höhere Zinsen in Verbindung mit einer höheren Inflation und einer aggressiveren Geldmarktpolitik der Fed das derzeit kräftige Wirtschaftswachstum abwürgen könnten.

Dies bestätigte zuletzt auch die überdurchschnittliche Tendenz zinssensitiver Sektoren (wie Versorger, Real Estate Investment Trusts (REITs) und Konsumgüter), während eher konjunktursensible Branchen wie die Segmente Industrie, Technologie, Gesundheitswesen und Energie nachgaben – ein Trend, dem sich Finanzwerte gestern angeschlossen haben und diesen sogar mittlerweile anführen.

Bewertungen waren nicht übertrieben

Diese Entwicklung ist nicht nur deshalb für Aktien problematisch, weil die Gewinne tendenziell eine Korrelation zum Wirtschaftswachstum aufweisen. Darüber hinaus wurde nach der US-Steuerreform sowie angesichts hervorragender Gewinnprognosen in den Aktienkursen ein nahezu perfektes Wirtschaftsumfeld eingepreist.

Das Bewertungsniveau von Aktien war insgesamt hoch, aber nicht übertrieben hoch. Gleichzeitig waren die Stimmung der Anleger sowie die Indikatoren zur relativen Stärke (Relative Strength Index (RSI), gleitende Durchschnitte etc.) jenseits von Gut und Böse. Der Markt machte einen überkauften Eindruck, man hätte mit dieser Verkaufswelle rechnen müssen – auch wenn man nicht genau wusste, wann sie einsetzen würde.

Es besteht ein beträchtliches systematisches Risiko. Wir vermuten, dass dies zumindest teilweise auf quantitative Faktoren beziehungsweise auf von Algorithmen bestimmte Strategien zurückzuführen ist.

Ein Beleg dafür war der Einbruch des Dow Jones Industrial Average, der innerhalb von neun Minuten über drei Prozent einbüßte, diese Verluste anschließend aber wieder wettmachte – nur um dann bis zum Ende des Handelstages wieder auf die jüngsten Tiefststände nachzugeben. Das deutet darauf hin, dass sich Exchange Traded Funds (ETFs) auf Basis des Kursniveaus rebalancieren – und nicht auf Grundlage von Fundamentaldaten.

US-Aktien preiswerter

Auf Basis der Credit-Default-Swap-Spreads (CDS-Spreads) würden wir davon ausgehen, dass der Markt für Baranleihen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird. Dies könnte sich jedoch als übertrieben erweisen, da US-Staatsanleihen kürzlich stark gestiegen sind.

Seite zwei: Das Marktumfeld hat sich verändert

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...