Anzeige
30. Januar 2018, 06:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Das Übernahmefieber wird sich zu einer Epidemie ausweiten

Nach dem Platzen der Immobilienblase 2008 mit nachfolgendem Einbruch der Weltkonjunktur 2009 war der Übernahmetraum lange Zeit ausgeträumt. Zu viele Unternehmen hatten sich zuvor an viel zu teuren Unternehmensaufkäufen verhoben und litten angesichts mangelnder Schuldentragfähigkeit an massiven Rückenproblemen. Die Halver-Kolumne

Halver-Robert-Baader-Bank-BBO4957 in Das Übernahmefieber wird sich zu einer Epidemie ausweiten

Robert Halver, Baader Bank: “Die Übernahmeaktivitäten werden noch lange ein wohlschmeckendes Salz in der Börsensuppe sein.”

Doch die Stimmung für Übernahmen hat sich deutlich gebessert. Zunächst sind die Unternehmenskassen wegen der wiederbelebten Weltkonjunktur prall gefüllt. Angesichts der Rendite-Askese einfach auf dem Geld hocken wie Onkel Dagobert Duck auf seinen Dukaten schafft nur totes Kapital wie ungenutzte Baugrundstücke. Übertriebene Kassenhaltung erhöht nicht nur den Unternehmenswert nicht, sie lässt ihn mangels Rendite fallen.

Wohin also mit dem überschüssigen Geld? Umfangreiche Aktienrückkaufprogramme  wurden längst wieder gestartet. Und immer ist noch viel Geld in der Kasse. Zugleich werden laufend höhere Dividenden ausgeschüttet. Tatsächlich werden in diesem Jahr deutsche und europäische Aktienunternehmen wieder einen neuen Rekord an Ausschüttungen unter das Aktienvolk bringen. Und immer ist noch viel Geld im Portemonnaie. Allerdings wollen es die Firmenleitungen auch nicht übertreiben und Anleger zu sehr verwöhnen. Sie könnten sich zu sehr daran gewöhnen. Überhaupt, ist die Dividende erst einmal ausbezahlt, ist sie für das Unternehmen ähnlich verloren wie der Wellensittich für den Vogelfreund, der vergessen hat, das Fenster zu schließen.

Übernahmen als Auffangbecken für den gewaltigen Investitionsdruck

Auf der Suche nach sinnvollen Verwendungsmöglichkeiten für Liquidität schreit es förmlich nach Firmenübernahmen. In einer globalisierten, hoch wettbewerbsfähigen Wirtschaftswelt bieten Übernahmen die ultimative Möglichkeit, technologisches Know-how in Märkten und Bereichen zuzukaufen, also an die süßesten Früchte regionale und produktbezogene Umsatzverbreiterung zu gelangen, die bislang viel zu hoch im Baum hingen. Und wie gut schmeckt es erst, den Wettbewerber zur Sicherung und Ausweitung der eigenen Marktposition mit Haut und Haaren aufzufressen?

Seite zwei: Übernahmen werden zu einem Perpetuum Mobile

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

VPV bringt Kombiprodukt aus Hausrat- und Wohngebäudeversicherung

Hagelschauer, Sturm, Einbruchdiebstahl, Brand, Raub, Vandalismus oder austretendes Leitungswasser sind Gefahren, die nicht nur ein Haus und dessen Einrichtung extrem in Mitleidenschaft ziehen können. Die im Falle eines Falles nötig werdenden Reparaturen am Haus und der Ersatz der Einrichtungsgegenstände summieren sich schnell auf eine fünfstellige Summe.

mehr ...

Immobilien

Kaufpreise bei Eigentumswohnungen ziehen weiter kräftig an

Seit Jahren kennen Immobilienpreise nur eine Richtung: Nach oben. Manch Beobachter fühlt sich an die “Preisblasen” erinnert, die vor zehn Jahren eine globale Finanzkrise auslösten.

mehr ...

Investmentfonds

Chancen im IT-Sektor

Die US-Wirtschaft wäre ohne den IT-Sektor bedeutungslos. Der Sektor hat den US-Aktienmarkt getrieben und macht mehr als ein Viertel des Marktes aus. Welche Gründe noch dafür sprechen, in Technologietitel aus den USA zu investieren: Gastbeitrag von Tine Choi, Danske Invest.

mehr ...

Berater

Roboadvisor in der Anlageberatung – Sie werden immer besser

Robo-Advisor von Fintech-Unternehmen oder Banken sollen die Anlageberatung beleben und Privatkunden eine komfortable Hilfe bei der Geldanlage bieten. Wie gut die digitalen Helfer sind, zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ), das im Auftrag des Nachrichtensenders n-t 17 Robo-Advisor-Lösungen von 15 Anbietern unter die Lupe genommen hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse warnt erneut vor “Lockangebot”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG entrüstet sich erneut über ein Angebot, wonach den Anlegern der Kauf ihrer Fondsanteile weit unter dem Zweitmarktkurs angeboten wird. In diesem Fall ist die Diskrepanz besonders groß.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...