4. Dezember 2018, 07:57
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Unkalkulierbare Risiken durch Finanztransaktionssteuer

Die Deutsche Kreditwirtschaft warnt vor aktuellen Überlegungen der Bundesregierung, Pläne zur Einführung einer Finanztransaktionsteuer weiter voranzutreiben. Welche schwerwiegenden Folgen eine solche Abgabe hätte.

Unkalkulierbare Risiken durch Finanztransaktionssteuer

Eine Finanztransaktionssteuer ruft sehr viel Widerspruch hervor.

Die Übernahme einer Finanztransaktionssteuer nach französischem Vorbild werde – entgegen der Erwartung der Politik – sowohl zu Verwerfungen auf den Finanzmärkten als auch zu Verlagerungen in andere Finanzprodukte führen.

Europa werde im globalen Wettbewerb der Finanzmärkte zurückfallen. Auch sei die Einführung einer neuen Steuer den Bürgern kaum vermittelbar.

Sie widerspricht dem Ziel, die Bürger zum Aufbau einer zusätzlichen betrieblichen wie privaten Altersvorsorge zu ermutigen und die Aktienkultur in Deutschland zu stärken.

Kein Geld aus der Steuer für den EU-Haushalt

Auch das neue Vorhaben, das Steueraufkommen dem EU-Haushalt zukommen zu lassen und nach einem Sonderschlüssel auf die EU-Beitragsverpflichtungen der Erhebungsstaaten anzurechnen, schadet den Finanzmärkten und ist strikt abzulehnen.

Die Nachteile für die Finanzplätze der Teilnehmerstaaten liegen auf der Hand: volumenstarke Geschäfte würden in Nichtteilnehmerstaaten verlagert.

Würde die Anrechnung der Steuerabführung auf die eigene EU-Beitragsschuld nach einem vom abgeführten Steueraufkommen aus der Finanztransaktionssteuer abweichenden Schlüssel erfolgen, erhielten die kleinen Mitgliedstaaten eine Anrechnung auf ihre EU-Betragsschuld, die höher wäre als ihre Steuerabführung aus dieser Steuer.

Die daraus resultierende Lücke im EU-Beitragsaufkommen müsste dann durch die größeren Mitgliedstaaten geschlossen werden. Das würde im Ergebnis für diese Staaten eine Beitragserhöhung zusätzlich zu dem gestiegenen Verwaltungsaufwand für die Kontrolle und Verwaltung der Steuereinnahmen bedeuten.

Seite zwei: Negative Erfahrungen in anderen Ländern

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1 Kommentar

  1. Ein getretener Hund jault…., natürlich ist die Finanzindustrie strikt dagegen, was denn sonst ! Aber eine Europaweite Finanztransaktionssteuer, nach einem sinnvollen Schlüssel verteilt, wäre eine sehr gute Lösung; Naja, nur nicht für die Finanzindustrie…

    Kommentar von Nils Fischer — 5. Dezember 2018 @ 15:19

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