27. November 2018, 12:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Was die US-Zwischenwahl für die Märkte bedeutet

Durch die US-Zwischenwahlen Anfang November haben sich die Machtverhältnisse im Kongress geändert. Wie wird sich das auf die Politik von US-Präsident Donald Trump auswirken? Welche Konsequenzen erwarten die Akteure kurz- und mittelfristig an den Finanzmärkten?

Trump-daumen-hoch-shutterstock 1087344797 in Was die US-Zwischenwahl für die Märkte bedeutet

US-Präsident Donald Trump gibt sich auf Twitter selbst gern beide Daumen nach oben. Zufrieden war er auch mit dem Ergebnis der Midterm-Elections.

“Die europäische Reaktion auf die US-Zwischenwahlen war verhalten. Das ist auch gut so, denn die Märkte können sich jetzt auf die wichtigen makroökonomischen Risiken konzentrieren: die weitere Entwicklung der US-Zinsen und die nächsten Schritte im Handelskrieg”, sagt Seema Shah, Senior Global Investment Strategist bei Principal Global Investors. Beide Faktoren seien kaum vom US-Wahlergebnis betroffen.

Es sei unwahrscheinlich, dass in einem geteilten Kongress eine neue große Steuergesetzgebung verabschiedet werde. Und das werde wiederum dazu beitragen, dass die Zinsen nicht ansteigen.

Keine neuen Infrastrutkurausgaben

“Auch stehen neue Infrastrukturausgaben auf der Agenda, die wohl in naher Zukunft eher nicht umgesetzt werden”, sagt Shah. “Die Demokraten werden wohl kaum ein Konzept unterstützen, das Präsident Trump höchstwahrscheinlich bei den Präsidentschaftswahlen 2020 stärken wird.”

Der Handelskrieg sei von den Zwischenwahlen ebenfalls kaum betroffen. Schließlich gebe es etwas, worüber sich Demokraten und Republikaner einig seien: China beim Handel, bei Investitionen, bei Technologie und – was am wichtigsten sei – bei der globalen Dominanz Paroli zu bieten.

Schärferer Handelsstreit gegen China

“Die Unterstützung der Demokraten für einen Handelsstreit beschränke sich vermutlich nur auf China. Darüber hinaus dürfte es keine große Unterstützung geben, wenn es darum geht, europäische Handelspartner hart anzugehen”, so Shah.

Falls Präsident Trump durch einen politischen Stillstand frustriert sein sollte, könne er sich immer noch auf die Handelsagenda konzentrieren, bei der er Exekutivbefugnisse genieße. Dies erhöhe allerdings das Risiko, dass er gegenüber China eine aggressivere Haltung einnehme.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Welche Versicherungsverträge besonders gefährdet sind

Fast jeder vierte Bundesbürger hat derzeit weniger Geld zur Verfügung als vor der Corona-Pandemie. Zugleich zeigen sich viele Verbraucher sparaktiver als vor der Krise – allen voran jüngere Menschen. Das hat Folgen, auch für Versicherungsverträge. Welche Policen besonders gefährdet sind.

mehr ...

Immobilien

Wird der Immobilienkauf durch Corona schwieriger?

Höhere Preise, knappes Angebot – und jetzt auch noch Corona: Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) vertritt die Meinung, dass der Erwerb von Wohneigentum in den vergangenen zehn Jahren schwieriger geworden ist. Drei Viertel glauben, dass es durch die Corona-Krise sogar noch schwerer werden wird, den Traum vom eigenen Zuhause zu verwirklichen. Insgesamt machen sich zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) aktuell Sorgen über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Interhyp mit Statista unter 1.000 Bundesbürgern.

mehr ...

Investmentfonds

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...

Berater

Trägt ein Erbe alle finanziellen Risiken?

Kann der Erbe einen Pflichtteilsanspruch wegen einer strittigen Forderung noch nicht abschließend beziffern, muss er den Pflichtteilsanspruch trotzdem ausgleichen. Das Risiko, einen überzahlten Betrag nicht mehr zurückfordern zu können, trägt der Erbe, entschied das OLG Koblenz in seinem Beschluss vom 14.8.2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

US Treuhand bringt neuen US-Publikumsfonds

Die US Treuhand legt mit dem „UST XXV“ einen neuen Fonds für private Investoren auf. Über den Alternativen Investmentfonds (AIF) können sich deutsche Anleger ab einer Anlagesumme von 20.000 US-Dollar an Immobilien in Metropolregionen überwiegend im Südosten der USA beteiligen.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...