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19. März 2018, 06:50
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Warum Schwellenländerinvestoren auf Lokalwährungen setzten sollten

Die Konjunktur der Schwellenländer erholt sich und somit wächst auch das Vertrauen der Anleger. Ausländische Investoren neigen dazu, Anleihen in Mainstream-Währungen wie Euro oder US-Dollar zu kaufen. Davon rät Claudia Calich ab, sie managt einen Schwellenländeranleihen-Fonds.

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Claudia Calich: “Im Vergleich zu Anleihen in Mainstream-Währungen wie dem Euro halte ich Lokalwährungsanleihen oft für attraktiver.”

Schwellenländer erholen sich nach Jahren des Abschwungs wieder: Die meisten Währungen sind nicht mehr überbewertet, Haushaltsdefizite werden allmählich reduziert und das Wirtschaftswachstum stabilisiert sich. Davon ist Claudia Calich, Managerin des M&G Emerging Markets Bond Fund, überzeugt.

“Zahlreiche Währungen haben sich wieder ihrem fundamentalen Wert angenähert oder erscheinen sogar günstig. Im Vergleich zu Anleihen in Mainstream-Währungen wie dem Euro halte ich Lokalwährungsanleihen oft für attraktiver”, sagt Calich.

Exotische Währungen bieten Vorteil

“Sowohl Öl als auch Metalle haben sich einigermaßen erholt, was Währungen, die eng an Rohstoffe gekoppelt sind, unterstützt”, so die Fondsmanagerin. Interessant seien insbesondere liquide Schwellenländerwährungen, wie etwa der mexikanische Peso, der russische Rubel, der brasilianische Real oder der südafrikanische Rand.

Aber auch einige exotische Währungen bieten laut Calich einen Vorteil, aufgrund ihrer geringen Korrelation mit anderen Märkten, beispielsweise der Tenge (Kasachstan), die Hrywnja (Ukraine) und der Peso (Dominikanische Republik).

Vorsicht vor Türkei

Die meisten Schwellenländer seien derzeit in einer Phase, in der sie sich stabilisieren und wachsen. Nachdem Haushaltsdefizite vor allem von den Regierungen in Südamerika und Asien bekämpft wurden.

Zur Vorsicht neige Calich bei der Türkei – dort sei das Loch in der Leistungsbilanz nach wie vor hoch und im Vergleich zu Indien, Brasilien und Indonesien kaum reduziert worden. Zusammen mit relativ niedrigen Zinsen, hoher Inflation, volatiler Währung und der hohen Abhängigkeit von externer Finanzierung seien die Risiken derzeit sehr hoch. (kl)

Foto: M&G

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