2. Februar 2018, 06:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zu unrecht unbekannt

Vietnam und Kambodscha sind die großen Unbekannten unter den Schwellenländern, zumindest wenn man ein typisches Anlageportfolio betrachtet. Das sollte nicht so bleiben, denn die Zahl und Qualität der Anlagemöglichkeiten wächst in beiden Ländern. Gastbeitrag von Charles Sunnucks, Jupiter Asset Management

Jupiter AM Charles Sunnucks-Kopie in Zu unrecht unbekannt

Charles Sunnucks:” Vietnam ist in seiner politischen Struktur immer noch ein kommunistischer Einparteienstaat, in dem die Tage der Planwirtschaft aber inzwischen gezählt sind.”

Für viele Anleger zeichnen sich Grenzmärkte vor allem durch Unsicherheit, instabile Regierungen, volatile Währungen und fragwürdige Corporate-Governance-Praktiken aus. Wir hingegen sind etwas anderer Meinung. Durch die breite Abneigung vieler Anleger ergeben sich aus Bottom-up-Sicht mit Blick auf alle Assetklassen viele attraktive Anlagegelegenheiten.

Vietnam und Kambodscha beispielsweise sind Grenzmärkte, die in den letzten 50 Jahre weitestgehend von Auslandsinvestitionen und dem Außenhandel abgeschottet waren. Deshalb hinken sie gegenüber vergleichbaren Ländern der Region in ihrer Entwicklung hinterher. Beide Länder führen jedoch gerade Reformen durch und schaffen dabei Möglichkeiten für Unternehmen, die sich anpassen und von Veränderungen profitieren können.

Vietnam: Auf dem Weg zu einer zunehmend marktorientierten Wirtschaft

Vietnam ist in seiner politischen Struktur immer noch ein kommunistischer Einparteienstaat, in dem die Tage der Planwirtschaft aber inzwischen gezählt sind. Es existiert mittlerweile eine prall gefüllte IPO-Pipeline mit Staatsunternehmen, die sehr an ausländischem Kapital interessiert sind, und unter den bereits börsennotierten Unternehmen gibt es einige, die sich gegenüber den zuständigen Ministerien leidenschaftlich für mehr Autonomie einsetzen.

Die Beteiligung ausländischer Anleger am Aktienmarkt wird seit jeher durch Obergrenzen beschränkt, um den Auslandsbesitz zu kontrollieren. Die Politik ist inzwischen aber so weit, dass sie die Besitzgrenzen für Ausländer langsam anhebt, bei einigen Unternehmen wurden diese Beschränkungen bereits ganz abgeschafft.

Mit dem besseren Marktzugang steigen auch Vietnams Chancen, den Sprung vom “Frontier Market” zum “Emerging Market” zu schaffen – eine Entwicklung, die mit der Zeit zu niedrigeren Finanzierungskosten für Unternehmen führen dürfte und angesichts des wirtschaftlichen Fortschritts bereits überfällig ist.

Banken: Steigende Erträge und Risiken

Der Aufstieg Vietnams in den letzten zehn Jahren verlief alles andere als reibungslos. Von der Weltfinanzkrise 2008 getroffen, musste das Land im Jahr 2012 wegen einer exzessiven öffentlichen Kreditaufnahme auch noch einen ausgeprägteren Kreditzyklus über sich ergehen lassen.

Seite zwei: Kambodscha: aufstrebender Grenzmarkt

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Talanx investiert 250 Millionen Euro in spanisches Solarprojekt

Die Talanx Gruppe baut ihre nachhaltige Investmentstrategie weiter aus. Mit einer kreditversicherten Projektanleihe in Höhe von 250 Millionen Euro finanziert der Versicherer zwei spanische Solarprojekte mit je 50 Megawatt Kapazität. Die Anlagen versorgen in der Region Castilla-La Mancha 52.000 Haushalte mit regenerativem Strom und führen damit zu jährlichen Emissionseinsparungen von fast 63.000 Tonnen CO2.

mehr ...

Immobilien

Mikroapartments als Einstieg in den Vermögensaufbau

Mikro-Wohnungen erlebten in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg in der Beliebtheitsskala von Investoren – bis die Corona-Pandemie diesen Trend stoppte und viele Kapitalanleger ihre Investitionsentscheidungen auf Eis legten. Nun zieht die Nachfrage nach kompakten 1- bis 1,5-Zimmer-Apartments in zentralen Berliner Lagen wieder spürbar an – auch bedingt durch die vergleichsweise niedrigen Einstiegspreise und den Mangel an anderen, sicheren Anlageklassen.

mehr ...

Investmentfonds

Stunde der Wahrheit an den Märkten

Die Aktienmarktrally des zweiten Quartals 2020 wird in die Geschichte eingehen. Selten hielt die Dynamik an den Märkten so lange an und war es so einfach, mit einem Investment in einen Index hohe Renditen zu erzielen. Beispielsweise legte allein der DAX im zweiten Quartal rund 27 Prozent zu und ließ damit die internationale Konkurrenz von Dow Jones oder Nikkei hinter sich. Doch diese Entwicklung lässt Anleger sich in falscher Sicherheit wiegen, meint Hermann Ecker, Portfoliomanager bei der Bayerische Vermögen Management AG.

mehr ...

Berater

Coronapandemie: Deutsche sammeln Pfunde

Die Coronakrise schlägt den Deutschen nicht nur auf die Psyche. Eine Auswertung von Risikolebensversicherungsinteressenten durch Check24 zeigt, dass die Bundesbürger in den Wochen des Shutdowns Pfunde gesammelt haben. Besonders gehamstert hat die Gruppe der 31- bis 40-jährigen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vier weitere Kitas für Spezialfonds

Nach dem vor sechs Monaten erfolgten Ankauf eines in Sachsen gelegenen Portfolios von Kindertagesstätten hat die Warburg-HIH Invest Real Estate in Nordrhein-Westfalen (NRW) vier Kitaprojektentwicklungen erworben. Zwei weitere Ankäufe sind in konkreter Planung.

mehr ...

Recht

Homeoffice steuerlich absetzen: Das sind die Voraussetzungen

Viele von uns haben in den letzten Wochen und Monaten coronabedingt statt wie gewohnt im Büro in ihrer Wohnung gearbeitet. Für manche ist und wird das Arbeiten von zu Hause sogar der neue Standard. Spätestens mit Abgabe der Steuererklärung 2020 wird sich deshalb für viele die Frage stellen, ob und in welchem Umfang die Kosten für das Homeoffice abziehbar sind. Worauf dabei geachtet werden sollte, erläutert im Folgenden der Immobilienverband IVD.

mehr ...