7. März 2019, 06:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

5 Tipps für Anleger bei sich mehrenden Liquiditätsfallen

Die meisten Schwellenländer sind immer noch von ausländischen Investitionen abhängig. Jede Verschärfung der Finanzierungsbedingungen – zum Beispiel durch einen starken US-Dollar – kann daher zu Marktstress und einer Verschlechterung der Liquidität führen. Die Unterschiede innerhalb dieser Anlageklasse sind jedoch groß. Eine Reihe von Ländern verfügt inzwischen über eine solide inländische Investorenbasis, die bei einer Liquiditätskrise ausgleichend wirken kann, etwa in Malaysia, Chile oder Südafrika. Anleger sollten aber bedenken, dass auch solche Märkte – beispielsweise Mexiko – in Stresszeiten häufig in einen Abwärtssog gezogen und pauschal abgestraft werden. Entscheidend ist daher ein umfassendes Verständnis für das Finanz- und Liquiditätsprofil jedes Landes, um Risikobereiche, aber auch Chancen erkennen zu können, wenn die Liquiditätsprämien eine attraktive Einstiegsmöglichkeit bieten.

Aktien: Fragile Stimmung am Ende des Zyklus

Zum Ende eines Konjunkturzyklus beginnen die Finanzmärkte typischerweise, das Risiko einer Rezession einzupreisen, und die Marktstimmung wird angesichts der wachsenden Unsicherheit über Unternehmensgewinne und Zinsschritte fragiler. Diese Situation erleben wir derzeit, verschärft noch durch die vielfältigen politischen Ungewissheiten. Das macht die Finanzmärkte volatiler und verknappt die verfügbare Liquidität, so wie im Februar 2018, als sich selbst einer der liquidesten Future-Märkte weltweit – der E-mini S&P 500 Future – deutlich verschlechterte. Das liegt auch an der Zunahme quantitativer Strategien und bestimmter Risikomanagementansätze, die bei steigender Volatilität zu Zwangsverkäufen führen können, womit die Marktschwankungen sogar noch verstärkt werden. Da aber auch langfristig orientierte Investoren wie Pensions- und Staatsfonds verstärkt am Markt auftreten, kann dieser Trend etwas ausgeglichen werden.

Währungen: Sorgen über geringere Liquidität in 2019

In den letzten Jahren hat sich der elektronische Handel enorm weiterentwickelt, während der Eigenhandel der Banken zurückgefahren wurde. Das beeinflusst auch die Situation an den eigentlich sehr liquiden Devisenmärkten. Aktuell nehmen die Sorgen zu, dass sich die Liquidität plötzlich und schnell verschlechtern könnte, was dann zu Flash-Crash-Episoden im Markt führen würde. Jüngste Umfragen haben ergeben, dass die Verfügbarkeit von Liquidität für inzwischen 40 % der Marktteilnehmer eine zentrale Herausforderung für 2019 darstellt, gegenüber 29 Prozent vor einem Jahr.

Seite drei: Wie das Portfolio auf mögliche Risiken analysiert werden sollte

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Next new normal – Wie Corona die Assekuranz nachhaltig verändert

Ziemlich unvorbereitet hat die Corona-Pandemie im März 2020 die Assekuranz getroffen. Seitdem laufen die Geschäfte – in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und unter komplett neuen Rahmenbedingungen. Wie gut das den Versicherern gelingt, zeigt eine aktuelle Studie der Versicherungsforen Leipzig.

mehr ...

Immobilien

Reform des Wohnungseigentumsgesetzes: Das sind die Änderungen

Im Herbst 2020 wird voraussichtlich die Reform des Wohnungseignetumsgesetzes (WEG) mit wesentlichen Änderungen in Kraft treten. Dr. Christian Waigel, Waigel Rechtsanwälte, hat die zum Teil erheblichen Änderungen für Eigentümer zusammengefasst.

mehr ...

Investmentfonds

Wirecard: Philippinische Behörden erwarten lange Ermittlungen

Im milliardenschweren Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard werden die Ermittlungen auf den Philippinen den Justizbehörden zufolge monatelang dauern. Die zuständige Anti-Geldwäsche-Behörde (AMLC) der Regierung in Manila überprüfe im Zusammenhang mit dem Skandal mittlerweile 50 Menschen und Organisationen, sagte AMLC-Direktor Mel Racela der Deutschen Presse-Agentur. “Wir werden jeden Stein umdrehen.”

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei Girokonto-Gebühren – Vergleichswebseite gestartet

Die erste unabhängige und kostenlose Internetseite zum Vergleich von Girokonten-Kosten ist an den Start gegangen. Der TÜV Saarland erteilte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dafür dem Vergleichsportal Check24 die Zertifizierung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Private Equity Dachfonds steigert Platzierung bei Institutionellen

Die Private Equity Unternehmen Solutio AG und Pantheon haben ihren zweiten gemeinsamen Dachfonds Solution Premium Private Equity VII mit Zeichnungszusagen von 553 Millionen Euro geschlossen (“Final Closing”). Das seien zehn Prozent mehr als beim Vorgängerfonds.

mehr ...

Recht

Corona-Hilfskredite: Große Herausforderungen

Der Gesetzgeber hat auf die Coronakrise mit vielfältigen Maßnahmen zügig reagiert. Generell zielen die Maßnahmen darauf ab, die Folgen für Privatpersonen und Verbraucher abzufedern. Wie mit Krediten umzugehen ist, die an Unternehmen projektbezogen oder zur laufenden Finanzierung des Geschäftsbetriebs ausgereicht wurden. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Ferdinand Unzicker

mehr ...