4. November 2019, 23:57
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Blockchain: Zukunftspotenzial im Luxus- und Lebensmittelsektor

Immer mehr Unternehmen nutzen die Blockchain, um ihre Produkte zu orten und nachzuverfolgen. Erik Swords, Fondsmanager des BNY Mellon Digital Assets Fund bei Mellon – einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management, erklärt, wie Unternehmen aus dem Lebensmittel- und dem Mode- und Luxusgütersektor die digitale Technologie für sich nutzen und welches Zukunftspotenzial diese hat.

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Erik Swords, BNY Mellon

Im Verbrauchsgütersektor wird die Blockchain-Technologie von großen Lebensmittelketten vor allem dafür genutzt, um verderbliche Ware genau zu orten und die Lieferkette genau nachverfolgen zu können. Zwei Phänomene beschleunigten die neue Anwendung: Erstens Erkrankungen, die durch Lebensmittel verursacht wurden, zu begrenzen. Zweitens den Bedarf von Verbrauchern nach mehr Transparenz über die Herkunft der Ware zu decken. Da die Blockchain-Technologie fälschungssichere Informationen in Echtzeit über die Waren vom Bauernhof zum Lkw, vom Lkw zum Zoll bzw. Hafen, vom Schiff zum Großhandel und schlussendlich zum Supermarkt liefert, gehen wir davon aus, dass sie zum Standard für Unternehmen mit komplexen Lieferketten werden wird.

Wachstumstreiber 1: Reduzierung von Lebensmittelskandalen

Eine der größten multinationalen Supermarktketten weltweit hat ihre Salatlieferanten dazu verpflichtet, bis Ende 2019 die lückenlose Nachverfolgung des gelieferten Salats zu gewährleisten. Dem voraus gingen einige Zwischenfälle mit verunreinigtem Salat in den USA. Die Zeit zur Nachverfolgung vom Supermarkt zum Produzenten konnte durch den Einsatz der Blockchain-Technologie von Wochen und Tagen auf Sekunden reduziert werden. Das ist umso wichtiger, weil Lebensmittelskandale das Vertrauen der Verbraucher schädigen, zu Krankenhausbehandlungen oder in extremen Fällen sogar zum Tod führen und nicht betroffene Waren von anderen Herstellern aus dem Verkehr gezogen werden.

Wir erwarten, dass die Technologie darüber hinaus dazu führen wird, dass auch kleinere internationale Zulieferer in Lieferketten zukünftig einbezogen werden, Krankheiten aufgrund von Lebensmittelverunreinigungen minimiert werden, das Verbrauchervertrauen gestärkt und die Menge an Abfall reduziert wird.

Wachstumstreiber 2: Transparenz

Der zweite Wachstumstreiber der Blockchain-Technologie liegt in der Transparenz. In Europa hat eine große Supermarktkette eine größere Kundenzufriedenheit mit deren Produkten erzielt, indem dem Verbraucher mit Hilfe der neuen Technologie zusätzliche Informationen zur Herkunft der gekauften Lebensmittel geliefert wurden. Ein Beispiel: Die Verkaufszahlen von Hühnchen waren stark angestiegen, nachdem Verbraucher Informationen über die genaue Lieferkette erhielten.

Da die jüngeren, digital sozialisierten Generationen zunehmend das Konsumentenverhalten bestimmen werden, gehen wir von einer wachsenden Nachfrage im Bereich der Telematik, also der Verknüpfung von Kommunikation und Information, in puncto Herkunft, ökologischen und sozialen Einflussfaktoren auf Lebensmittel aus.

Wachstumstreiber 3: Überprüfbarkeit von Markenechtheit

Unternehmen, die Luxus- und insbesondere Modeprodukte anbieten, sind oft mit dem Thema Fälschungen konfrontiert, die den Ruf der Marke beeinträchtigen und die Nachfrage schmälern können. Aus diesem Grund hat eine der weltweit größten und beliebtesten Modemarken nach einer Lösung gesucht, um die Echtheit ihrer global verkauften Produkte besser zu belegen. Das ist insbesondere wichtig, wenn Waren vom Point of Sale auf den Sekundärmarkt gelangen.

Indem Waren mit einem eingebetteten RFID-Chip ausgestattet und dadurch auf der Blockchain, die alle Daten fälschungssicher erfasst, nachverfolgt werden können, steigt das Vertrauen der Konsumenten in die Luxusgüter und damit auch der Wert derselben. Wir sind davon überzeugt, dass die neue Technologie zukünftig verstärkt von Designern und Luxusgüter-Herstellern genutzt wird, um ihre Marke zu schützen und von Verbrauchern, um Fälschungen von den Originalen zu unterscheiden.

Autor Erik Swords ist Fondsmanager des BNY Mellon Digital Assets Fund (IE00BHPRMQ48) von Mellon Investments Corporation (Mellon), der seit September in Deutschland für institutionelle Anleger und Endanleger über den Drittvertrieb erhältlich sind. Der themenspezifische globale Aktienfonds mit Long-Only-Strategie ist in Digital-Asset-Unternehmen investiert, die von Umsatzchancen bzw. Kosteneinsparungen durch die Blockchain-Technologie profitieren.

Foto: BNY Mellon

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