Diversifikation nicht um jeden Preis

Wer sein Portfolio vor Verlusten schützen will, sollte diversifizieren. Wer zu viel streut, verschenkt aber nicht nur Rendite. Auf welche Aktien Investoren setzen sollten und was dabei zu beachten ist:

Nicht alle Eier in einen Korb legen, dieses Prinzip gilt auch bei der Aktienanlage.
Nicht alle Eier in einen Korb legen, dieses Prinzip gilt auch bei der Aktienanlage.

Mit zunehmender Volatilität an den Märkten fragen sich viele Investoren, ob die Abbildung der Marktentwicklung im eigenen Portfolio ausreicht, um das investierte Kapital zu schützen und ausreichende Erträge zu erzielen. „Aus unserer Sicht dürfte die Orientierung an Aktien-Benchmarks in den kommenden Jahren nicht allzu attraktiv sein“, erklärt Cliquet.

„Investoren sollten sich auf Qualitätstitel konzentrieren. Das sind Unternehmen mit besser prognostizierbaren Gewinnen, die in ihrem jeweiligen Markt eine dominierende Stellung einnehmen und zudem in Branchen mit hohen Wechselkosten tätig sind. Solche Qualitätsunternehmen sind deutlich weniger anfällig für Marktvolatilität.“

Keine überteuerten Aktien kaufen

Qualitätsaktien können aber überteuert sein, das ist ein Risiko der Strategie: „Der Markt war zuletzt sehr selbstgefällig bei der Aktienbewertung. Diversifikation lohnt sich aber nur, wenn Sie attraktive Aktien zum richtigen Preis kaufen“, sagt Cliquet.

Sind Qualitätsaktien zu teuer, sollten Investoren besser auf ein konzentriertes Portfolio setzen. „Ein breit diversifiziertes Portfolio kann paradoxerweise mehr Risiko beinhalten als ein konzentriertes Portfolio. Anleger sollten deshalb sinnvoll diversifizieren, nicht naiv“, so Cliquet.

„In volatilen Phasen haben wir unsere Positionen in Unternehmen vergrößert, die sich zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt hatten, deren Risiko-Rendite-Verhältnis sich jedoch verbessert hatte“, sagt Cliquet.

Foto: Shutterstock

 

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