11. Januar 2019, 11:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gefährden steigende Zinsen die Renditen?

Die Renditen sinken und die Volatilität steigt. Das liegt auch an der Geldpolitik. Steigende Zinsen haben aber nicht nur negative Konsequenzen. Lohnt es sich für Investoren, investiert zu bleiben? Gastbeitrag von Colin Moore, Columbia Threadneedle

 in Gefährden steigende Zinsen die Renditen?

Colin Moore: “Wir neigen dazu zu glauben, dass heute die geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Probleme ernster denn je sind. Dabei hat es früher schon Ereignisse gegeben, die genauso bedeutsam waren.”

Nach gut zehn Jahren scheinen die Märkte langsam wieder zu Vor-Krisen-Verhältnissen zurückzukehren. Das kann zu Anlagerenditen führen, die deutlich moderater ausfallen als in den Jahren nach der Finanzkrise, als eine außergewöhnlich expansive Geldpolitik die Vermögenspreise befeuert hat.

Bei Aktien hängen die Renditen vom Konjunkturzyklus sowie den Umsätzen und Gewinnen der Unternehmen ab. Wenn der Zyklus noch ein paar Jahre anhält und die Unternehmensgewinne steigen, dann dürften Aktien leicht positive Realrenditen liefern.

Heutige Probleme sind nicht größer als früher

Voraussichtlich werden weder Anleihen noch Aktien Renditen generieren, die so hoch sind wie in den Jahren seit der Finanzkrise. Die Renditen dürften positiv bleiben, aber volatiler sein. Anleger müssen sich entscheiden, welche Volatilität sie akzeptieren.

Wir neigen dazu zu glauben, dass heute die geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Probleme ernster denn je sind. Dabei hat es früher schon Ereignisse gegeben, die genauso bedeutsam waren.

Zum Beispiel das Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika oder den Zerfall der Sowjetunion. Ferner war Europa besorgt, als der Euro geschaffen wurde, während nun der Brexit Sorgen bereitet, und dass auch andere Länder die EU verlassen könnten.

Volatilität ist wichtig

An allen Finanzmärkten herrscht ein gewisses Maß an Volatilität. Es ist ein Abbild der Diskussion über wirtschaftliche und politische Themen sowie die Gewinnentwicklung. Zu wenig Volatilität ist ebenso gefährlich wie zu viel, da es die Marktteilnehmer in falscher Sicherheit wiegt.

Keine Volatilität bedeutet, dass der Markt Risiken nicht oder falsch eingepreist hat. Von unternehmensspezifischen Problemen bis hin zu handelspolitischen Spannungen, beeinflussen so viele Ereignisse die Märkte, dass man Unsicherheit erwartet. Und genau das repräsentiert die Volatilität.

Seite zwei: Schadet die Geldpolitik der Wirtschaft?

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Fusion der Provinzial-Versicherungen rückt näher

Die Fusion der Versicherer Provinzial Rheinland und Nordwest steht kurz vor dem Abschluss. Die Anteilseigner hätten sich auf eine Bewertung der Unternehmen und ein Fusionskonzept geeinigt, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Schritt soll rückwirkend zum 1. Januar 2020 umgesetzt werden.

mehr ...

Immobilien

Aareal Bank übertrifft trotz Gewinnrückgang die Prognosen

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat 2019 auch wegen der Trennung von faulen Krediten in Italien wie erwartet einen Gewinnrückgang verbucht. Das Betriebsergebnis sank um 22 Prozent auf 248 Millionen Euro, wie das im MDax gelistete Geldhaus am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit übertraf das Unternehmen allerdings seine bereits gedämpfte Prognose und die Erwartungen von Analysten.

mehr ...

Investmentfonds

Deutscher wird Mastercard-Chef – Umsatzwarnung wegen Coronavirus

Ein deutscher Top-Manager wird neuer Vorstandschef beim US-Kreditkartenanbieter Mastercard. Der bisherige Produktvorstand Michael Miebach soll ab März zunächst die Bereiche Verkauf, Marketing, Services und Technologie verantworten und dann ab 1. Januar 2021 den Spitzenposten von Ajay Banga übernehmen. Das teilte Mastercard am Dienstag in Purchase im US-Bundesstaat New York mit.

mehr ...

Berater

DSGVO – weitere Bußgelder in Millionenhöhe?

Seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 werden Datenschutzverstöße immer häufiger geahndet. Auch von der Verhängung von Bußgeldern berichten die Medien in den letzten Monaten immer wieder. Häufig handelt es sich dabei um Forderungen gegen große Konzerne wie Facebook und Google. Gilt das auch für weniger bekannte und weniger große Firmen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB: Erneuter Exit-Rekord mit Cloud-Software

Der Private-Equity-Dachfonds RWB International II hat mit der Veräußerung der Anteile an dem US-Software-Unternehmen Anaplan durch einen Zielfonds einen Rückfluss von über 13 Millionen US-Dollar erzielt. Das eingesetzte Kapital wurde dabei mindestens verzehnfacht.

mehr ...

Recht

Berlins Bürgermeister für 75-Prozent-Steuer auf Gewinn bei Bodenspekulation

Bodenspekulanten in Deutschland sollen nach Meinung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) drei Viertel ihres Gewinns an den Staat abführen müssen. Müller schloss sich am Montag der Forderung von SPD-Chef Norbert Walter-Borjans nach einer sogenannten Bodenwertzuwachssteuer an.

mehr ...