17. Oktober 2019, 11:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Nachhaltiges Investieren: Der Überzeugung folgen keine Taten

Viele Anleger wollen nachhaltig investieren – wenn es jedoch darum geht, es tatsächlich zu tun, hört der gute Wille oft auf. Das zeigt die Schroders Global Investor Study 2019, für die der britische Asset Manager mehr als 25.000 Anleger aus 32 Märkten weltweit befragt hat.

Bildschirmfoto-2019-10-17-um-12 47 29 in Nachhaltiges Investieren: Der Überzeugung folgen keine Taten

 

 

Laut der Umfrage sind 32 Prozent der Investoren daran interessiert, dass ihre Geldanlage nachhaltig ist. Weitere 16 Prozent investieren nachhaltig – eine Diskrepanz zwischen Absicht und tatsächlichem Handeln.Bei der Frage nach den allgemeinen finanziellen Prioritäten belegt nachhaltiges Investieren im weltweiten Durchschnitt einen mittleren Platz. Als wichtigere Faktoren nennen Anleger die Vermeidung finanzieller Verluste, die Erfüllung ihrer Erwartungen an die Gesamtrendite, die Erzielung bestimmter Erträge und angemessene Gebühren.

Deutsche Investoren halten Nachhaltigkeit für weniger relevant

Ähnlich sehen es auch deutsche Investoren: Für sie ist Nachhaltigkeit sogar weniger relevant und rangiert auf Platz sechs. Eine größere Bedeutung messen deutsche Anleger anderen Dingen bei, etwa der Verlustvermeidung, dem Erreichen der Anlageziele und der Vermögensbildung sowie akzeptablen Gebühren. Im Gegensatz zum globalen und europäischen Durchschnitt legen die Deutschen zudem besonderen Wert auf die Möglichkeit, online auf ihre Depots und Konten zugreifen zu können. Ganz anders sieht dies bei österreichischen Anlegern aus. Für sie ist Nachhaltigkeit der zweitwichtigste Faktor bei der Geldanlage, übertroffen nur von persönlichem Service durch den Fondsanbieter.

An der dritten und vierten Stelle rangieren für österreichische Investoren ein Portfolio, das nach individuellen Wünschen zusammengestellt wurde sowie die Möglichkeit, online auf das Investmentkonto zugreifen zu können. Verlustvermeidung ist dagegen das am wenigsten als wichtig erachtete Kriterium.

Japans Anleger wollen kaum nachhaltig investieren

In Japan ist der Anteil der Anleger, die bereits nachhaltig investieren oder dies beabsichtigen, mit 26 Prozent weltweit am niedrigsten, in Indien mit 73 Prozent am höchsten. In Deutschland geben 53 Prozent der Investoren an, ihr Geld nachhaltig anzulegen oder dies zu beabsichtigen – und liegen damit über dem europäischen Durchschnitt von 45 Prozent. In Österreich fällt diese Zahl mit 47 Prozent niedriger aus und liegt damit nahe des europäischen Durchschnitts.

„Die Schroders Global Investor Study zeigt: Deutsche und österreichische Anleger haben ein im europäischen und globalen Vergleich überdurchschnittliches Bewusstsein für die Risiken, die der Klimawandel auf ihre Anlagen hat. Das bestätigt uns in unserem Bestreben, Investoren darüber aufzuklären, dass die Berücksichtigung von Umwelt-, sozialen und Unternehmensführungskriterien dazu beiträgt, Risiken im Portfolio zu verringern. Gleichzeitig erkennen Investoren zunehmend, dass nachhaltige Geldanlagen ein großes Ertragspotenzial bieten – das erkennen wir daran, dass Anleger integrierte und verantwortungsbewusste Ansätze gegenüber reinen Ausschlussverfahren bevorzugen. Um unseren Kunden diese verschiedenen Anlagemöglichkeiten zu eröffnen und ihnen vielfältige Lösungen und eine kompetente Beratung vor Ort zu bieten, erweitern wir kontinuierlich nicht nur unsere nachhaltige Produktpalette, sondern auch die Expertise am Standort Frankfurt am Main. Die jüngste Berufung von Saida Eggerstedt als Head of Sustainable Credit ist einer von vielen Schritten, die dieser Entwicklung Rechnung tragen”, sagt Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management (Europe) S.A., German Branch.

 

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Digitaler Antragsprozess: Diese Lebensversicherer haben es drauf

Die IT-Sparte des Analysehauses Franke und Bornberg unterstützt Versicherer auf ihrem Weg in digitale Antragsprozesse. Die größten Fortschritte verzeichnet Franke und Bornberg im Bereich Lebensversicherung. Jeder vierte Lebensversicherer setzt bereits auf digitale Antragsprozesse von Franke und Bornberg.

mehr ...

Immobilien

Immobilien als Anlage gegen den Minuszins

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hält Investitionen in Immobilien für sehr wertstabil und für eine gute Maßnahme, sich vor einer Minderung des Geldwertes zu schützen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Online-Umfrage des Hamburger Fintechs Exporo zum Thema „Anlageverhalten in der Niedrigzinsphase”, zu der im November diesen Jahres 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

mehr ...

Investmentfonds

Globaler Fonds für Nachranganleihen kommt von Bantleon

Der Asset Manager Bantleon hat den globalen Publikumsfonds Bantleon Select Corporate Hybrids aufgelegt, der primär in nachrangige Unternehmensanleihen von etablierten Investment-Grade-Schuldnern investiert. Den Hauptbestandteil des Fonds bilden in Euro denominierte Anleihen. Um die Renditechancen zu steigern, kann das Portfolio Management zudem in Anleihen anderer Währungen aus Industrieländern investieren. Das Fremdwährungsrisiko wird nahezu vollständig abgesichert. Die Fokussierung auf Nachranganleihen von Schuldnern mit guter bis mittlerer Bonität ermöglicht eine höhere Rendite als bei Portfolios, die ausschließlich aus erstrangigen Anleihen derselben Schuldner bestehen, ohne ein höheres Insolvenzrisiko einzugehen.

mehr ...

Berater

Verbrauchertipps zum Weihnachtsgeld   

Gibt es bei Kündigung anteiliges Weihnachtsgeld für das laufende Jahr? Haben alle Mitarbeiter den gleichen Anspruch? Und wie viel Geld steht dann Teilzeitkräften zu? ARAG klärt die wichtigsten Fragen zur betrieblichen Bescherung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marvest startet drittes Crowdinvesting-Projekt

Die auf den maritimen Sektor spezialisierte Online-Plattform Marvest hat ihr drittes Projekt für Investoren veröffentlicht. Die Anleger können über eine “Schwarmfinanzierung” in ein Darlehen für einen Mehrzweckfrachter investieren. 

mehr ...

Recht

Betriebskostenabrechnung: 5 Tipps für Vermieter

Heizung, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung, Versicherungen, Gebäudereinigung, Verwaltungskosten, Leerstand und mehr: Was ist umlagefähig, was nicht? Vor dieser Frage stehen Eigentümer von Mietimmobilien spätestens dann, wenn sie die jährliche Betriebskostenabrechnung erstellen und bestimmte Mindestanforderungen beachten müssen. Gerade Vermieter von kleineren Immobilien, die diese selbst verwalten, werden dabei vor einige Herausforderungen gestellt. Der Full-Service Immobiliendienstleister McMakler fasst daher zusammen, was zu einer rechtssicheren und ordnungsgemäßen Betriebskostenabrechnung gehört.

mehr ...