28. Februar 2019, 15:21
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NordLB-Rettung nimmt Fahrt auf

Zur Rettung tragen die Eigentümerländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt demnach rund 2,4 Milliarden Euro bei, von den Sparkassen und Landesbanken kämen gut 1,1 Milliarden Euro. Zur geplanten «Redimensionierung» der Bank zählt Mang auch eine bis 2022 anvisierte Loslösung der Braunschweigischen Landessparkasse, die bisher integraler Bestandteil der NordLB ist. Zudem solle die NordLB ihre faulen Schiffskredite abstoßen – die Loslösung eines zweiten Portfolios stehe in den nächsten Tagen zur Entscheidung an.

Sieben statt bisher fünf Träger

Die Bank erhalte künftig sieben statt wie bisher fünf Träger. Größter NordLB-Aktionär ist bisher Niedersachsen (rund 59 Prozent Anteile), Sachsen-Anhalt (5,6 Prozent), die Sparkassen aus Niedersachsen (26,4 Prozent), Sachsen-Anhalt (5,3 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (3,7 Prozent). Künftig kommen die Sicherungsreserve der Landesbanken und der Sparkassen-Stützungsfonds (“Delta” und “Gamma”) hinzu, die sich mit jeweils 400 Millionen Euro am Auffangmodell beteiligen. Derzeit arbeite man noch am künftigen Geschäftsmodell für die NordLB und den nötigen Genehmigungen. Vor der abgeschlossenen Prüfung durch die EU-Kommission werde jedoch kein Geld fließen, betonte Mang.

Kommt die Sparkassenzentralbank?

Die Sparkassen in Hessen und Thüringen beteiligen sich an der Rettung der NordLB mit 37,7 Millionen Euro, sagte in Frankfurt der geschäftsführende Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke. Weitere 60 Millionen bringe die Landesbank Helaba auf. Er steht der Idee einer Sparkassenzentralbank offen gegenüber. “Wir würden uns damit konstruktiv auseinandersetzen”, sagte Grandke am Donnerstag. Ein solches Zentralinstitut hätte insgesamt ein geringeres Risiko als die einzelnen Landesbanken. Der Chef der Landesbank Baden-Württemberg, Rainer Neske, sieht derzeit dagegen keinen weiteren Bedarf für Landesbanken-Fusionen. Derzeit gibt es noch fünf Landesbanken. (dpa-AFX/fm)

Foto: NordLB

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