Rendite und gutes Gewissen sind kein Widerspruch

Spätestens seit die Jugend europa- und weltweit unüberhörbar ihre „Fridays for Future“ zelebriert, ist klar: der Trend zur Nachhaltigkeit hat eine ganze Generation erfasst! Und mit ihr setzen sich Politiker, Institutionen, gesellschaftliche Eliten und Unternehmen immer stärker für den Schutz der Umwelt, hohe soziale und ethische Standards sowie nachhaltige Produkte und Dienstleistungen ein.

Jörg Moshuber, Fondsmanager bei Amundi Asset Management

Der Markt für nachhaltige Kapitalanlagen wächst seit Jahren

Der Markt für nachhaltige Kapitalanlagen wächst seit Jahren. Die nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland haben laut Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ihr starkes Wachstum der vergangenen Jahre auch 2018 fortgesetzt. Mit insgesamt 219,1 Milliarden Euro lag ihr Volumen Ende 2018 um mehr als 48 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. Dies entspricht einem Zuwachs von 28,2 Prozent bei nachhaltigen Geldanlagen, die unter Berücksichtigung von strengen umweltbezogenen, sozialen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung bezogenen Kriterien (kurz ESG[1]-Kriterien) verwaltet werden. Das im Rahmen von Investmentfonds und Mandaten nachhaltig verwaltete Vermögen legte 2018 so stark zu wie nie zuvor seit Veröffentlichung des ersten FNG-Marktberichts im Jahr 2005. Ende 2018 lag es mit insgesamt 133,5 Milliarden Euro um mehr als 41 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. Dies entspricht einem Anstieg von rund 45 Prozent[2]. In diesem dynamischen Wachstumsmarkt nimmt Amundi als Gründungsmitglied der Principles for Responsible Investment (PRI) der UN eine führende Stellung ein. Amundi lässt sich jedes Jahr evaluieren und die aktuelle Bestnote „A+“ unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der Amundi sich dem Thema ESG widmet. Zudem hat Amundi eine umfassende ESG-Methode entwickelt, die vom französischen Normungsinstitut AFNOR zertifiziert wurde.

Investmentstrategien, die neben finanziellen auch ökologische, soziale und Governance-Kriterien berücksichtigen, folgen dabei einer Grundidee: Die konkrete Anlage – sei es eine Aktie oder eine Anleihe – wird nicht nur nach finanziellen Kriterien bewertet. Bei der Analyse werden gleichberechtigt auch ökologische, soziale und unternehmensorganisatorische Merkmale des potenziellen Investments geprüft, auch wenn die Basis einer Anlageentscheidung nach wie vor die Bewertung einer Aktie oder Anleihe nach fundamentalen, wirtschaftlichen und finanziellen Kriterien bildet.

ESG Prüfung ergänzt Rendite und Volatilitätssteuerung

2018 hat sich Amundi, der größte Vermögensverwalter Europas, hat sich mit dem Plan „Ambition 2021“ zum Ziel gesetzt, ESG Kriterien im gesamten Fondsmanagement zu berücksichtigen. Konkret bedeutet das bei Amundi: Erst wenn die Analyse der sozialen und ökologischen Kriterien zu einem günstigen Ergebnis kommt, darf ein verantwortlich ausgerichteter Investmentfonds den entsprechenden Einzeltitel überhaupt in sein Anlageuniversum aufnehmen. Außerdem sieht der Plan Ambition 2021 sieht vor, dass jeder Portfoliomanager sein Portfolio so gestaltet, dass der intern ermittelte ESG Score besser ist als die jeweilige Benchmark. Damit wird die Rolle des Portfoliomanagers um eine Expertise erweitert: zu Rendite und Volatilitätssteuerung kommt noch die ESG Prüfung. Zudem nutzt Amundi als nachhaltig orientierter Investor gezielt den Dialog mit Unternehmen und unterstützt diese bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen und Strategien. Amundi nimmt darüber hinaus sein Stimmrecht war, um Einfluss auf Aktiengesellschaften und Anleihe-Emittenten auszuüben. Im Fachjargon nennt sich dies „Engagement“.

Seite 2: Nachhaltigkeits-Klassiker voll im Trend

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