17. Juni 2019, 14:00
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Turbulenzen hinter den Kulissen

Brokerage-Anbieter sind für Privatinvestoren als Schnittstelle zu den Finanzmärkten wichtige Partner. Um die Kunden zu überzeugen und sich von den Mitbewerbern abzugrenzen sind immer wieder neue Entwicklungen nötig. Neben den neuen Möglichkeiten der Anlageberatung durch Robo-Advisor sind innovative Anlageprodukte der Schlüssel zum Erfolg. Es ist kein Geheimnis, dass Innovationen im Brokerage essenziell sind. Gastbeitrag von Manuel Heyden, Nextmarkets.

Nextmarkets Manuel Heyden Cash V2 in Turbulenzen hinter den Kulissen

Die Niedrigzinspolitik der EU hat für einen Aufschwung der Kundenzahlen gesorgt. Aufgrund der geringen Zinsen auf Sparanlagen suchen die Menschen nach Alternativen. In den letzten zehn Jahren waren Aktien genau die richtige Kapitalanlage, da nach dem Crash 2008 ein starker Bullenmarkt gestartet ist, der bis heute anhält. Allerdings wird die Angst vor dem nächsten großen Einbruch immer größer. Die privaten Anleger werden zurückhaltender und suchen sichere Alternativen.

Verbraucher haben ein neues Preisverständnis erlernt

Darüber hinaus sind die Kosten ein entscheidender Faktor. Während in der Vergangenheit Fonds-Manager einen erheblichen Teil der Rendite verschlungen haben, sind die Kunden hier mittlerweile viel achtsamer. Mit dem Aufkommen der Direktbanken und der Online-Broker haben die Verbraucher ein neues Preisverständnis erlernt.

Die Kosten können bei der Verwaltung sowie der Anlage des Kapitals deutlich gesenkt werden. Die Kunden schauen immer deutlicher auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch die Zinsunterschiede zwischen den USA und Europa hat sich die Möglichkeit ergeben, mittels spezieller Algorithmen von der Differenz zu profitieren.

Innovationen senken die Kosten

Wir haben hier als erster deutscher Broker mit dem sogenannten „Spar-CFD“ ein Vehikel entwickelt, um einen einen garantierten Zins von aktuell mehr als zwei Prozent zu gewährleisten, was deutlich über dem Tages- und Festgeld liegt. Gleichzeitig kann das investierte Vermögen jederzeit liquidiert werden. Es ist also eine stetige Verfügbarkeit gegeben, was in der heutigen, schnelllebigen Welt ein wichtiges Kriterium ist.

Das ist auch im Brokerage immer wichtiger. Hier sind gerade die Innovationen erfolgreich, die die Kosten für die Kunden senken können. Die Nutzung der Robo-Advisor ist hier ein wichtiger Schritt. Die Gesamtkosten sinken im Vergleich zu einem klassischen Fonds-Manager erheblich und dem Kunden wird dennoch die Zusammenstellung seines Portfolios abgenommen.

Künstliche Intelligenz wird den Anlegern durch das Hinzulernen immer mehr nutzen

Von Vorteil ist dabei die Tatsache, dass die Zusammenstellung der Wertpapiere an die Wünsche des Kunden angepasst werden können. Will ein Nutzer mehr Risiko eingehen, ist dies ebenso möglich wie der Einbau von konservativeren und sicheren Anlagen. Ein Robo-Advisor liefert aufgrund von Daten und ganz ohne Emotionen eine rationale Organisation des Depots.

In Zukunft werden computergenerierte Portfolios weiter an Marktanteilen gewinnen. Je besser die Algorithmen entwickelt sind, desto bessere Entscheidungen wird die Künstliche Intelligenz (KI) treffen und desto mehr Menschen werden diese Technik auch für die Geldanlage nutzen. Bei den Brokerage-Unternehmen wird es hinter den Kulissen aber weiterhin turbulent zugehen. Innovationen bleiben auch weiterhin essenziell und sind das wichtigste Gut, um neue Kunden zu gewinnen und neue Möglichkeiten zu schaffen.

Autor Manuel Heyden ist CEO und Co-Founder von Nextmarkets.

 

Foto: Nextmarkets

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