25. Februar 2019, 18:38
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Warren Buffett gesteht Fehler

Warren Buffett, Gründer der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ist vor allem dafür bekannt, durch geschicktes Investieren, über 80 Milliarden Dollar verdient zu haben. Im Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC hat Warren Buffett über Fehler und Probleme geredet, die einen Teil der hohen Verluste im letzten Quartal erklären.

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Warren Buffett im Gespräch mit CNBC im Oktober 2017. Buffett ist häufiger Interviewgast des US-TV-Senders.

US-Starinvestor Warren Buffett hat einen seiner Fehler offen eingeräumt. “Wir haben für Kraft zuviel bezahlt”, sagte der 88-jährige Börsenguru am Montag dem Finanzsender CNBC. “Ich lag in mehrfacher Hinsicht falsch.” Kraft sei aber nach wie vor ein “wunderbares Unternehmen” und es gebe derzeit keine Pläne, sich von der Beteiligung zu trennen.

Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hatte 2013 mit dem Finanzinvestor 3G zusammen zunächst den Ketchup-Hersteller Heinz übernommen und 2015 dann dessen Fusion mit dem Lebensmittelriesen Kraft eingefädelt. Doch nach massiven Abschreibungen und einem Absturz am Aktienmarkt wurde der Deal zuletzt zur Belastung. Auch deshalb rutschte Berkshire Hathaway im Schlussquartal tief ins Minus.

Buffetts Dauerproblem

Buffett äußerte sich auch zu seinem Dauerproblem, Übernahmeziele zu finden, um seine massiven Cash-Reserven abzubauen. Zum Jahresende saß er mit Berkshire Hathaway auf liquiden Mitteln von rund 112 Milliarden Dollar. Dieses Geld würde Buffett gern investieren, doch im jährlichen Brief an die Aktionäre klagte er am Wochenende, dass die Preise “schwindelerregend hoch” seien.

Im CNBC-Interview verriet Buffett nun aber, dass er im vierten Quartal dennoch kurz vor einem “sehr großen” Zukauf gestanden habe, der jedoch nicht zustande gekommen und wohl auch keine Option mehr sei. Details wollte Buffett nicht nennen. Seit der über 30 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Flugzeugteilebauers Precision Castparts 2016 hat Berkshire keinen größeren Zukauf mehr getätigt. (dpa-AFX)

Foto: AP Photo/Nati Harnik

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