11. Juni 2019, 10:57
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Woran die Emerging Market-Rally 2019 noch scheitern könnte

Die derzeitige Marktstimmung gegenüber Schwellenländeranleihen (EM-Anleihen) lässt sich grob zweiteilen: in strukturelle und taktische Sichtweisen. Dieses Jahr begann damit, dass sich Marktteilnehmer sehr stark auf eine taktische Sichtweise konzentrierten – das Ergebnis der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, schreibt Alejandro Arevalo, Jupiter Asset Management, in seinem Gastbeitrag.

 in Woran die Emerging Market-Rally 2019 noch scheitern könnte

Alejandro Arevalo, Fondsmanager des Jupiter Global Emerging Markets Corporate Bond und des Jupiter Global Emerging Markets Short Duration Bond bei Jupiter Asset Management.

Ursprünglich wurde der Begriff „Handelskrieg“ genutzt, um diese Beziehung zu beschreiben. Dieser verwandelte sich dann in eine „Handelsruhe”, als die Beziehung zwischen den beiden Ländern auftaute, bis hin zu „Handelsgesprächen” – inmitten von Anzeichen für Fortschritte bei einem Abkommen.

Widerstandsfähig gegen Schlagzeilen sein

Angesichts der Tatsache, wie sehr sich die Rhetorik von Woche zu Woche ändern kann, glauben wir an einen vorsichtigen Ansatz. So können wir unseren Portfolios helfen, widerstandsfähig gegen Schlagzeilen zu sein, anstatt zu versuchen, starke Ansichten über die Handelsfrage selbst zu vertreten. Wir ziehen es vor, nicht das Risiko einzugehen, in einer Woche Recht zu haben und in der nächsten Woche schnell falsch zu liegen.

Ein Beispiel dafür, wie Märkte strukturell betrachtet werden können, sind dagegen die Türkei und Argentinien. Die Schwächen dieser Volkswirtschaften haben sich über Jahre aufgebaut und Stärke lässt sich, wenn überhaupt, auch erst über Jahre hinweg wieder aufbauen. Unsere strukturelle Sichtweise auf diese beiden Länder ist, dass es zwar einzelne Anleihen mit guten Bewertungen gibt, jedoch wird das Makrorisiko wahrscheinlich zu einer der höchsten Volatilitäten unter den Schwellenländern führen.

Türkei und Argentinien reagieren auf Volatilität unterschiedlich

Die Türkei und Argentinien sind jedoch auf sehr unterschiedliche Weise dieser Volatilität ausgesetzt, wodurch sich neue Anlagechancen für aktive Manager eröffnen. Für uns sind eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Länder und ein agiler Investmentstil maßgeblich, um die attraktivsten risikobereinigten Renditen in den Schwellenmärkten zu erzielen. Am Beispiel der Türkei und Argentiniens lässt sich unser Ansatz gut veranschaulichen.

Dennoch werden wir immer wieder gefragt, ob die Türkei und Argentinien in diesem Jahr die Emerging Markets-Rallye verderben könnten, so wie bereits 2018. Nachdem die Faktoren, die für den Ausverkauf im vergangenen Jahr verantwortlich waren, weggefallen sind, befinden sich die Schwellenmärkte seit Jahresanfang wieder im Aufschwung.

 

Seite 2: Welche Risiken Türkei und Argentinien bergen

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