4. Februar 2020, 14:04
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Gold & Co.: Welcher Anlegertyp sind Sie?

Geschmäcker sind verschieden – dieser Satz bezieht sich nicht nur auf Vorlieben beim Essen oder bei der Kleiderwahl: Auch bei der Geldanlage haben viele Menschen unterschiedliche Präferenzen. Während die einen in Aussicht auf hohe Gewinne kein Risiko scheuen, sind die anderen eher auf Sicherheit bedacht. Einige möchten auf einen Schlag viel Geld investieren, andere legen jeden Monat nur einen kleinen Betrag zur Seite. Für welche dieser Anlagetypen Edelmetalle infrage kommen, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG.

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Dominik Lochmann, ESG-Edelmetall-Service

Sicherheit oder Risiko?

Aufgrund der Wertstabilität und seiner seit Jahrtausenden bewährten Funktion als Zahlungs- und Tauschmittel stellt Gold grundsätzlich eine sehr sichere Anlageform dar. Es eignet sich nicht zur schnellen Spekulation, sondern vielmehr als mittel- bis langfristige Anlage zur Absicherung. Experten raten dazu, 10 bis 20 Prozent des eigenen Vermögens in Edelmetalle zu investieren. Sehr sicherheitsliebende Menschen kaufen oftmals nur Gold, da die Kurse von anderen Edelmetallen stärkeren Schwankungen unterliegen und Anlagegold, im Gegensatz zu Münzen und Barren aus Weißedelmetallen, von der Mehrwertsteuer befreit ist.

„Um die Edelmetallanlage zu diversifizieren, wird dennoch empfohlen 70 Prozent in Gold, 20 Prozent in Silber sowie jeweils 5 Prozent in Platin und Palladium anzulegen. Diese Kombination bietet durch den hohen Goldanteil ausreichend Sicherheit, aber mit den anderen Edelmetallen auch gute Wachstumschancen“, erklärt Dominik Lochmann. Beim späteren Verkauf von Edelmetallen aus dem Privatbesitz fallen keine Spekulationssteuern an, sofern die Edelmetalle für mindestens ein Jahr gehalten wurden.

Barren oder Münzen?

Grundsätzlich macht es keinen großen Unterschied, ob Anleger sich für Goldbarren oder -münzen entscheiden, denn das Material bleibt dasselbe. Sammelfreudige Menschen bevorzugen den Kauf von Münzen. „Dabei sollten sie jedoch darauf achten, Anlagemünzen und keine Sammelmünzen zu kaufen. Letztere bilden nicht den reinen Materialwert ab und eignen sich somit weniger als Geldanlage“, warnt Dominik Lochmann.

Bei Mengen von mehr als einer Unze, der klassischen Größe von Münzen, bieten sich Goldbarren an. Denn diese zeichnen sich insbesondere bei großen Einheiten durch geringere Herstellungskosten aus. Wer viel auf einmal investieren möchte, greift folglich besser zum großen Barren als zu mehreren kleinen Münzen. Nachteil: Später lassen sich keine kleinen Goldmengen veräußern, sondern nur der gesamte Barren. Für Menschen, die sich Flexibilität wünschen, stellen deshalb sogenannte CombiBars eine gute Alternative dar. Dies sind Barren, die sich ähnlich einer Tafel Schokolade verlustfrei in kleinere Barren zu 1/10 Unze, 1 Gramm oder 0,5 Gramm unterteilen lassen. Somit fallen geringe Prägekosten an, aber gleichzeitig können bei Bedarf auch Teile des Barrens verkauft werden.

Foto: Shutterstock

 

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