5 Gründe für japanische Wachstumsaktien

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Japan ist trotz alternder Bevölkerung nach wie vor eine der stärksten Industrienationen weltweit mit einem hohen Exportanteil. Andere Länder in einer vergleichbaren Lage können von Japans Umgang mit diesen Herausforderungen lernen, behauptet Shuntaro Takeuchi, Portfoliomanager beim Asienexperten Matthews Asia. Für Anleger ergäben sich Investmentchancen, die sie derzeit weder in den USA noch in Europa oder den Schwellenländern finden.

Mit steigendem Alter fallen selbstverständlich auch höhere Kosten für die Gesundheit an: 50 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben bringt ein Japaner in seinem Leben nach dem 70. Geburtstag auf, so Takeuchi, der Co-Manager des Matthews Japan Fund ist. Die alternde Gesellschaft sieht sich jedoch einem wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in einer Volkswirtschaft gegenüber, in der 60 Prozent der Unternehmensgewinne aus dem Export-Sektor kommen.

Wie Anleger profitieren können

Diese Ausgangslage habe in Japan in den vergangenen Jahren zu einer Hand voll von Entwicklungen an den Aktienmärkten geführt, von denen Investoren jetzt profitieren können: 

  • Japan ist ein wachstumsorientiertes Land. Im Vergleich zu Europa und den Schwellenländern sind seine Unternehmen stärker auf Technologie, Industrie und Gesundheitswesen ausgerichtet und haben einen geringeren Anteil an Branchen, die von der Entwicklung der Zinsen abhängen wie Energie, Finanz und Rohstoffe.
  • Steigende Gesundheitskosten sind Chancen für Unternehmen aus Wachstumssparten wie Pharmazie, medizintechnischen Geräten und Plattformen, welche die Kosten im Gesundheitssektor insgesamt verringern.
  • In Ermangelung von hochkapitalisierten Wachstumskonzernen sind es vor allem die kleineren Unternehmen (Small Caps), welche das Wachstum treiben. Viele von ihnen streben – auch weil es weniger Investorenfinanzierungen im Vorfeld gibt – früh an die Börse. In Japan gibt es pro Jahr etwa 70 bis 90 Erstbörsengänge (IPOs).
  • Der inländische Dienstleistungssektor ersetzt den Verlust, welche die exportierenden Unternehmen bei ihren Gewinnen verzeichnen. In Bezug auf Investitionen ist Japans Inlandsmarkt nach wie vor der drittgrößte weltweit.
  • Japanische Unternehmen sind weiterhin günstig bewertet, obwohl sich ihr Gewinnprofil in den vergangenen zehn Jahren verbessert hat. Das lässt sich beispielsweise an der verbesserten Eigenkapitalrendite japanischer Firmen ablesen. 

All diese Entwicklungen stimmen Shuntaro Takeuchi zuversichtlich: „Aus unserer Sicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um in japanische Wachstumsaktien zu investieren.“

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