16. Juni 2011, 11:48
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Hitliste der Finanzvertriebe: DVAG ist die Nummer 1

Der Einfluss durch andere Unternehmen wächst damit langsam, aber stetig. Schon heute ist bei knapp 35 Prozent der an der Hitliste teilnehmenden Unternehmen ein Dritter in irgendeiner Form beteiligt. Im letzten Jahr waren es rund 34 Prozent. Gefallen ist hingegen der Beteiligungsanteil der Finanzvertriebe an einem anderen Unternehmen – von rund 31 Prozent auf 29 Prozent. Je nach Einflussnahme sind drei Beteiligungsmodelle zu unterscheiden.

Erstens die Übernahme. Hier bleibt das gekaufte Unternehmen eine eigenständige Geschäftseinheit. Ziel ist der Ausbau der Vertriebskraft und Ergänzung bestehender Absatzwege. Prominentestes Beispiel in den letzten Jahren ist die schrittweise Übernahme des Finanzvertriebs AWD durch den Schweizer Versicherer Swiss Life bis 100 Prozent.

Zweitens die strategische Beteiligung über 25,1 Prozent. Ein Exempel ist die Beteiligung des Generali-Versicherungskonzerns beim Finanzvertrieb DVAG. Seit 2008 vertreiben die Frankfurter exklusiv die Produkte der Generali-Tochter Aachen Münchener. Beide können durch die Partnerschaft Kostenpotenziale ausschöpfen und Synergien heben.

Drittens die Absicherung von Interessen bis cirka zehn Prozent – ein Modell, das dazu dient, bestehende Vertriebspartnerschaften zu bewahren. Beispiele wären die Beteiligung des Hannoveraner Versicherers Talanx am Finanzvertrieb MLP mit derzeit 9,89 Prozent oder die Beteiligung der Wuppertaler Barmenia Versicherung ebenfalls an MLP mit aktuell 6,67 Prozent.

Schließlich bleiben kaum noch Finanzvertriebe, die heute noch unabhängig agieren. Unter den Top Ten der Allfinanzvertriebe in der Hitliste sind es nur die Regensburger Telis Finanz und ASG Assekuranzservice aus Hattersheim.

Wie wird es weitergehen? Die kleineren Unternehmen bis etwa fünf Personen haben derzeit zwei Hauptprobleme. Das heißt, die Häuser geben entweder altersbedingt auf oder weil sie die Qualität aufgrund von Regulierung, wachsenden administrativen Aufgaben oder neuer Technik nicht mehr halten können.

Dazu kommt, dass einige Vermittler sehr wenig verdienen und so das Aus zeitnah programmiert ist. Diejenigen, die noch nicht in den Ruhestand gehen können, wechseln zu den größeren Vertrieben, weil sie dort mehr Rückhalt bekommen können.

Seite 8: Wer künftig überleben wird

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